Die Wirkung der Sonne auf unseren Körper

Die Dosierung macht's
Die Wirkung der Sonne auf deinen Körper!

Die Wirkung der Sonne auf unseren Körper: Die Sonne versorgt uns aus knapp 150.000.000 Kilometer Entfernung mit Wärme und Licht. An helleren Tagen haben wir bessere Laune und fühlen uns motivierter, bei einer angenehmen Temperatur blühen wir so richtig auf. Aber wenn du deine Haut direkter Sonneneinstrahlung aussetzt, lauern dabei auch Gefahren. Sport unter freiem Himmel ist oft gesund, jedoch können je nach Intensität der Sonnenstrahlung durch Überhitzung auch gefährliche Folgen drohen. Tipps, wie du am besten von der Wirkung der Sonne auf deinen Körper profitierst, kannst du in diesem Beitrag lesen.

Wirkung der Sonne auf unseren Körper

Vitamin D durch Sonnenlicht

Das Sonnenlicht ist direkt für gewisse biochemische Vorgänge in unserem Körper verantwortlich, die uns gesund und glücklich machen. Dazu gehört unter anderem die Bildung von Vitamin D. Es wird zum überwiegenden Teil vom Körper selbst hergestellt und nur zu 5 – 20 % über die Nahrung aufgenommen. Die Bildung im Körper kann aber nur mit einer ausreichenden Dosis an UV-B-Strahlung, die im Sonnenlicht vorhanden ist, stattfinden. Trifft diese auf die Haut, wird das dort sitzende Provitamin D³ in Prävitamin D³ und schließlich vom Körper in Vitamin D umgewandelt. Vitamin D ist für viele Körperfunktionen und Organe wichtig, zum Beispiel für den Knochenaufbau und -erhalt und das Immunsystem. Die direkte Wirkung der Sonne ist für einen gesunden Körper also unabdingbar.

Dein Körper kann Vitamin D über einige Monate hinweg speichern. So muss in den sonnenärmeren Monaten kein Mangel auftreten. In unseren Breitengraden geschieht dies jedoch trotzdem häufig, wenn die dunklere Jahreszeit zu lange andauert, wenn der Sonnenschein zwischen März und Oktober nicht ausreichend war oder wenn du dich nicht oft genug in der Sonne aufhalten konntest und deine Speicher somit nicht ausreichend gefüllt wurden. Hinzu kommt deine individuelle Veranlagung; bei dem einen tritt eine ausreichende Wirkung zur Vitamin-D-Bildung durch Sonnenstrahlen vielleicht schneller ein, als beim anderen.

Im Normalfall sollte es ausreichen, Hände und Gesicht (manche Quellen empfehlen zusätzlich noch Unterarme) täglich ca. eine Viertelstunde der Sonne dann auszusetzen, wenn sie am günstigsten steht. Dies ist meist zwischen ca. 10 und 14 Uhr der Fall. Hier solltest du von der Wirkung der Sonne am besten profitieren können. Längeres Sonnenbaden kann gefährlich werden und bringt für deinen Vitamin-D-Spiegel auch keinen Nutzen; nach einer gewissen Zeit ist die maximale Aufnahmemenge erreicht. Je dunkler die Haut, desto langsamer geht es übrigens mit der Vitamin-D-Aufnahme. Des Weiteren ist es hilfreich, sich nach dem Aufenthalt im Sonnenlicht ein paar Stunden lang nicht zu waschen. Vor der Umwandlung „sitzen“ die fürs Vitamin D benötigten Stoffe noch auf der Haut und könnten mechanisch, also einfach durch den Waschvorgang, entfernt werden. Lass deine Haut ein paar Stunden unbehelligt an der Wirkung arbeiten und deine Vitamin-D-Aufnahme ist höher.

Helligkeit macht gute Laune

Die Helligkeit, die Sonnenstrahlen mit sich bringen, ist ein Grund für gute Stimmung. Eines der dunkelsten Länder Europas, Finnland, hat die höchste Selbstmordrate. Diese wird häufig in Verbindung mit mangelndem Sonnenschein gebracht. Tatsächlich führt die Wirkung von Sonnenlicht auf deinen Körper zu einer gesteigerten Produktion von Serotonin, dem sogenannten „Glückshormon“. Bei einem ausreichend hohen Serotoninspiegel steigt das Glücksgefühl und du fühlst dich froh und positiv gestimmt. Eine solche Gefühlslage wiederum ist eine gute Voraussetzung, für körperliche Betätigungen und Sport, die ihrerseits gesundheitliche Vorteile bringen. Je heller und angenehmer es draußen ist, desto mehr zieht es uns in die Natur, um uns zu bewegen und „Sonne zu tanken“.

Wärme als Antriebsmotor

Die meisten Menschen genießen Wärme und blühen in frühlingshaften bis sommerlichen Temperaturen regelrecht auf. Länger andauernde Kälte führt bei einem Aufenthalt im Feien oft dazu, dass die Haut rissig und spröde wird, vielleicht sogar aufreißt, und der kalte Wind, der dir beim Joggen oder ähnlichem ins Gesicht pfeift, verstärkt den inneren Schweinehund, den man für regelmäßige körperliche Betätigung vielleicht sowieso schon zu überwinden hat. Sonnenschein und blauer Himmel hingegen motivieren uns dazu, nach draußen zu gehen. Dabei sollten, egal wie sehr du Wärme magst, gewisse Umstände, die die Wirkung der Sonne mit sich bringt, bedacht werden. Je höher die Temperatur, desto größer ist die Gefahr für einen Hitzschlag. Dieser sehr unangenehme Zustand kann gefährliche Folgen haben. Intensive körperliche Betätigung im Freien erhöht das Risiko.

Aber auch von extremen Temperaturen im Sommer abgesehen, die durchaus mal eine Warnung im Fernsehen vor zu langer Aktivität im Freien verursachen, kann je nach deiner persönlichen Veranlagung und Konstitution ab einer gewissen Wärme Vorsicht geboten sein. Vor allem als untrainierter Mensch solltest du Sport im Freien langsam angehen und deine Anstrengung kontinuierlich aber vernünftig steigern. Besonders auf Menschen mit niedrigem Blutdruck kann Sonnenwärme eine schwächende Wirkung ausüben. Die Adern weiten sich und das Blut wird mit noch geringerem Druck durch den Körper transportiert. Es fließt langsamer, was zu einer geringeren Versorgung mit Sauerstoff führen kann. Darauf reagiert dein Körper zum Beispiel mit Schwindel oder Unwohlsein. In solchen Situationen solltest du für Kühlung sorgen, dich zum Beispiel in den Schatten setzen, ausruhen, trinken und dich eventuell mit Wasser besprühen.

Ungenügender Sonnenschutz: Hautkrebsrisiko

Je strahlender der Himmel, desto mehr solltest du darauf achten, auch deine Haut nicht zulange der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Von den erwähnten ca. 15 Minuten täglich abgesehen, die für die Vitamin-D-Aufnahme ideal sein sollen, solltest du deine Haut sorgfältig mit Sonnenschutzmilch eincremen oder einfach den Schatten suchen. Dass zu viel Sonne auf ungeschützter Haut schnell schmerzhaft und unangenehm werden kann, zeigt dir der nächste Sonnenbrand.

Nicht so offensichtlich ist die Hautkrebsgefahr, die von zu viel Sonnenlicht ausgeht. Die Gründe liegen hierbei in der UV-Strahlung. Je höher die Dosis der auf die Haut treffenden Strahlung, desto mehr steigt das Hautkrebsrisiko. Daher solltest du dein Sonnenbad niemals übertreiben, auch wenn der Wunsch nach einer gesunden Bräune besteht. Auch die Strahlung, der du dich in Solarien aussetzt, ist in dieser Hinsicht gefährlich. Diese haben übrigens in den meisten Fällen auch keine positive Wirkung auf die Bildung von Vitamin D, da hier vor allem UV-A-Licht eingesetzt wird.

Von einer guten Versorgung mit Vitamin D abgesehen sollte ungeschützter Sonnengenuss daher weitgehend reduziert werden. Da dein Hauttyp und auch die Gewöhnung deiner Haut an die Sonne hierbei eine Rolle spielen, solltest du bevor die „helle Jahreszeit“ startet ein Gespräch mit deinem Haus- oder Hautarzt führen; er kann beurteilen, wie lange dein tägliches Sonnenbad bei einem Minimum an Risiko andauern sollte. Dieses Zeitfenster solltest du dann auch einhalten und dich sobald es überschritten wird mit Sonnenmilch oder Kleidung gegen weitere Strahlung schützen.

Ab nach draußen!

Die motivierende Wirkung der Sonne, ihre Wärme und ihr Licht üben einen belebenden Effekt aus und Bewegung an der frischen Luft macht den meisten Menschen bei Sonnenschein deutlich mehr Spaß. Es ist also ganz normal, dass deine Motivation zu Sport im Freien mit Beginn des Frühlings steigt. Wenn du dabei darauf achtest, stets genug Flüssigkeit aufzunehmen, deine Haut vor gefährlicher Strahlung schützt, deine körperlichen Kapazitäten kennst und dich vor allem bei hohen Temperaturen nicht überanstrengst, steht einem gesunden Work-out bei strahlendem Sonnenschein nichts mehr im Wege.

 

 

Kategorie
Gesundheit
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