Die Wirkung von Tee auf Gesundheit und Wohlbefinden

Natürlich wohlfühlen!
Wirkung von Tee auf Gesundheit und Wohlbefinden

Die Wirkung von Tee auf Gesundheit und Wohlbefinden: Über die Entdeckung des Tees gibt es viele verschiedene Geschichten. Welche davon die richtige ist, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Vielleicht stimmen sie alle – zumindest irgendwie.

Die Wirkung von Tee auf Gesundheit und Wohlbefinden

Eine besonders schöne ist die über Kaiser Shen Nung – den „Sohn des Himmels“ -, der einen Spaziergang durch den Garten seines Palastes machte. Er rastete unter einem Baum, dessen Blätter in einen vor ihm stehenden Kessel kochenden Wassers fielen. Das Wasser verfärbte sich und verströmte alsbald einen feinen, angenehmen Duft. Der Kaiser probierte von dem so entstandenen Getränk – und fühlte sich sofort belebt und angenehm erfrischt. Die Geburtsstunde des Tees!

Die Wirkung von Tee

Erstmals erwähnt wurde Tee vor etwa 4.700 Jahren – und zwar in chinesischen Schriften. Er hat also vermutlich in China seinen Ursprung. Jahrtausendelang wurde er aus gekochten oder gerösteten Teeblättern in China und Indien als Medizin gegen eine Vielzahl von Krankheiten eingesetzt. Im Laufe des 8. Jahrhunderts entwickelte sich eine regelrechte Wissenschaft um die Wirkung des Heißgetränks.

Der ehemalige Zirkusclown Lu-Yün schrieb sogar ganze Bände über Anbau, Wirkung und Zubereitung. Lange war es üblich, Teepulver – mitunter zusammen mit Zutaten wie Salz oder Zwiebel – in Milch aufzukochen. Viele Chinesen mischten auch Ingwer, Jasmin oder Orangenschale unter die Teeblätter.

Zwischen dem 4. und dem 6. Jahrhundert wurde der (Grün-)Tee von buddhistischen Mönchen nach Japan gebracht, wo sich im Verlauf der Jahrhunderte die traditionelle, japanische Teezeremonie des Zen-Buddhismus entwickelte. Erstmals im Westen bekannt wurde er im 16. Jahrhundert. Damals entstand die erste Handelsroute zwischen Japan und Holland, wodurch Tee in europäische Gefilde gelangte.

Die Herstellung des Tees

Ob grün, weiß oder schwarz – alle Teesorten stammen ursprünglich von derselben Teepflanze. Die Verarbeitung der Teeblätter, vor allem der Grad der zugelassenen Oxidation, ist ausschlaggebend für die Klassifikation des Tees mit Aroma, Farbe, Wirkung und Geschmack.

Es gibt zahllose, unterschiedliche Tees auf der Welt, von denen jeder einzelne unverwechselbar duftet und schmeckt. Der Geschmack des Tees kann von herb bis weich und blumig variieren. Geschmacksbildende Faktoren sind, neben der Teepflanze, die Anbaubedingungen, so beispielsweise die Lage des Anbaugebiets mit ihren dort herrschenden Boden- und Klimaverhältnissen.

Eine weitere, nicht zu unterschätzende Rolle spielt der Zeitpunkt der Ernte der Teeblätter. Die Verarbeitung der Teeblätter schließlich ist ausschlaggebend für die Entstehung der Teesorte. Am häufigsten erfolgt die Verarbeitung zu Grüntee oder Schwarztee. Es gibt aber auch Sorten wie Oolong oder Pu-Erh-Tee – um nur ein paar zu nennen.

Fünf Verarbeitungsschritte umfassen das Welken der Teeblätter, das Rollen der Teeblätter, das Oxidieren beziehungsweise Fermentieren der Teeblätter, das Trocknen der Teeblätter sowie das Sieben und Sortieren der Teeblätter. Gepflückt wird größtenteils von Hand. Nach dem Prozess des Pflückens kommen die Teeblätter auf schnellstem Wege in die Teemanufaktur, traditionell in der Nähe der Teeplantagen. Dort werden sie gewogen, registriert und verarbeitet.

Mit dem Welken in der Sonne verliert das Teeblatt etwa ein Drittel der in ihm steckenden Feuchtigkeit. Das Rollen der Teeblätter zerstört die Zellen der Teeblätter. Die Folge: Der Beginn des Oxidationsprozesses. Auf diese Art und Weise verfärben sich die Teeblätter ins Dunkelgrüne. Die Oxidation des Teeblattsaftes mit dem Sauerstoff der Luft wird unterstützt, indem die Teeblätter für zwei bis drei Stunden in speziellen Räumen aufgebordet werden. Anschließend wird der Oxidationsprozess mittels Trocknung in Etagentrocknern gezielt unterbrochen. Die Folge ist eine Färbung von Braun beziehungsweise Dunkelrot bis Schwarz beziehungsweise Dunkelbraun. Anschließend werden die Blätter des Tees noch gesiebt und sortiert.

Die Wirkung des Tees

Tee ist ein Getränk, um das sich zahllose, unterschiedliche Geschichten voller Abenteuer ranken. Sicher ist, dass das Heißgetränk von Mönchen als Heil- und Genussmittel mit konzentrationsfördernder Wirkung verbreitet wurde. Damit begann der Siegeszug des Tees.

Ursprünglich handelte es sich um einen Aufguss aus getrockneten Blättern der Strauchgewächse Thea Sinensis (China) oder Thea Assamica (Indien). Weltweit werden etwa 4,7 Millionen Tonnen pro Jahr produziert. Es handelt sich – nach Wasser – um das meistkonsumierte Getränk der Welt. Tee, das lässt sich zweifellos sagen, ist eine kleine Apotheke mit unterschiedlicher Wirkung, bewährt im Einsatz gegen Krebs, Diabetes und Demenz beziehungsweise Alzheimer.

Der größte Bestandteil des Tees ist, nach der Cellulose, die Gerbsäure, die dafür sorgt, dass er immer saurer wird, je länger er zieht. Zieht Grüntee ein bis zwei Minuten, Schwarztee drei bis fünf Minuten, ist das beste Verhältnis von Aromen und Gerbstoffen gegeben. Übrigens: Gerbsäure ist eine wahre Wunderwaffe! Im Magendarmtrakt hilft sie gegen Blähungen, Bauchschmerzen und Magendarminfektionen. Sie entfaltet eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung.

Teein belebt gleichmäßiger und länger anhaltend als Koffein. Der Stoff stimuliert das Zentrale Nervensystem, ohne Aufregung und/oder Herzrasen hervorzurufen. Ätherische Öle motivieren, stimulieren und wirken stimmungsaufhellend. Flavonoide oder Pflanzenfarbstoffe, die in großer Zahl vor allem in Grüntee enthalten sind, helfen dir, länger zu leben. Sie wirken antioxidativ und gefäßerweiternd. Auf diese Art und Weise beugen sie zahlreichen, unterschiedlichen Erkrankungen, so beispielsweise Herz-Kreislauf Erkrankungen, vor.

Manche Sportler trinken nach dem Kraftsport Grüntee, weil Flavonoide wie Epigallocatechingallat (EGCG) die Oberfläche der Muskelzellen erhöhen sollen. Hinzu kommen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Aminosäuren wie Alinin, Leucin, Theanin oder Arginin.

Von Früchtetee bis Pfefferminztee

Tee, vor allem Grüntee, kann die Gedächtnisleistung des Menschen enorm steigern. Doch ganz gleich, ob Grüntee, Früchtetee, Kräutertee, Schwarztee, Rooibostee oder Pfefferminztee – allesamt können sie wichtige Funktionen des menschlichen Körpers unterstützen, um dir auf diese Art und Weise zu einer besseren und längeren Gesundheit zu verhelfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 1,5 Liter Flüssigkeit durch Getränke wie Tee oder Wasser zu sich zu nehmen. Und: Wenn du regelmäßig 0,6 bis 1,5 Liter Grüntee am Tag trinkst, kannst du möglicherweise deinen antioxidativen Schutz vor Freien Radikalen verbessern.

Vorsicht aber vor Pflanzeninhaltsstoffen wie Pyrrolizidinalkaloiden, die gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen haben können. Dies gilt vor allem für Teesorten wie Fencheltee, Kamillentee, Melissentee, Pfefferminztee und Brennesseltee. Der Rat: Zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs nicht ausschließlich zu Tees wie Kräutertees greifen. Akute Gesundheitsschädigungen wie Leberschäden sind übrigens unwahrscheinlich. Wichtig ist lediglich, Hersteller und Teesorten regelmäßig zu wechseln.

Personengruppen wie Schwangere oder Menschen mit Bluthochdruck sollten auf die Aufnahme von allzu viel Koffein beziehungsweise Tein verzichten. Durch die Ziehzeit beim Zubereiten des Tees kann der Gehalt an Koffein und Polyphenolen gesteuert werden. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, regelmäßig Tees wie Grüntee oder Schwarztee zu trinken, solange man auf die richtige Qualität und Zubereitung des Naturprodukts achtet.

 

 

Ähnliche Artikel:

Kategorie
ErnährungGesundheit
Keine Kommentare

Hinterlasse ein Feedback

*

*

Social