Säure Basen Gleichgewicht im Körper verstehen

Deine Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle
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Säure Basen Gleichgewicht – Im menschlichen Organismus finden pausenlos die verschiedensten Prozesse statt: Stoffwechsel, Muskeln und die Übertragungen von Reizen zwischen Neuronen sind nur einige der Abläufe, die zum Erhalt der Gesundheit beitragen und lebensnotwendig sind. Grundlage der Verfahren sind stets chemische Prozesse.

Säure Basen Gleichgewicht im Körper verstehen

Ingesamt besteht der Körper zu 60 Prozent aus Flüssigkeiten. Diese befinden sich innerhalb den Zellen sowie in Zwischenräumen. Jede Flüssigkeit weist Säuren als auch Basen auf. Diese entstehen im Rahmen von Stoffwechselprozessen oder gelangen über die Nahrungsaufnahme in den Organismus. Langfristig gesehen ist es von großer Bedeutung, dass das Säure Basen Gleichgewicht ausgeglichen ist. Um Dysbalancen zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, den eigenen Speiseplan kritisch zu hinterfragen.

Säure und Basen Gleichgewicht: Worum handelt es sich dabei?

Im menschlichen Körper können sowohl Basen als auch Säuren gefunden werden. Beide übernehmen wichtige Funktionen und können bei einem Mangel zu Beschwerden führen. Differenziert werden kann zwischen Säuren und Basen vor allem auf der chemischen Ebene. Während eine Säure einen hohen Anteil an positiven Wasserstoffionen aufweist, werden Basen vermehrt von negativ geladenen Teilchen bestimmt. Diese Teilchen wiederum setzen sich aus einem Wasserstoff- sowie einem Sauerstoffatom zusammen.

Wie lassen sich Säure und Basen messen?

Um einen optimalen Säure Basen Haushalt zu erreichen, sind Kenntnisse über den pH-Wert verschiedener Lebensmittel von Bedeutung. Dieser gibt an, ob es sich um eine Säure oder Base handelt. Liegt er bei 7, wird von einer neutralen Substanz gesprochen, weil sich positive und negative Teilchen ausgleichen. Die Skala kann Zahlen zwischen 1 und 14 annehmen. 1 stellt einen stark sauren Wert dar, 14 einen stark basischen. Der menschliche Organismus hat keinen einheitlichen pH-Wert. Stattdessen können in verschiedenen Regionen unterschiedliche Werte gemessen werden. So liegt der pH-Wert des Blutes bei 7,35 bis 7,45, während Schweiß mit ungefähr 5,5 sauer und Magensäure (1,8) sehr sauer ist. Mithilfe von bestimmten Messverfahren und der Skala können nun sämtliche Substanzen als Base oder Säure kategorisiert werden.

Wie wirkt sich die Ernährung auf das Säure Basen Gleichgewicht aus?

Die Ernährung spielt bei dem Säure Basen Gleichgewicht eine entscheidende Rolle. Letztendlich kann dein Körper nur die Nahrung verwerten, die du ihm reichst. Weil die verschiedenen Lebensmittel individuelle Werte auf der pH-Skala haben, steuerst du dein Säure Basen Gleichgewicht über die Ernährung. Welche Speisen eher basisch sind und welche in die saure Kategorie gehören, kannst du anhand von verschiedenen Tabellen nachlesen. Als sehr sauer gelten zum Beispiel Käse, Milch, künstliche Süßungsmittel und Fleisch. Spargel, Zwiebeln, Wassermelone, Mangos, Brokkoli und Kräutertee hingegen haben einen stark basischen Wert. Um das Säure Basen Gleichgewicht nicht aus den Fugen geraten zu lassen, solltest du vor allem darauf achten, genug basische Lebensmittel zu konsumieren. Ein zu saures Verhältnis kann zwar ebenso gesundheitliche Konsequenzen haben wie die Aufnahme von übermäßig basischen Lebensmitteln. Eine Übersäuerung wird in der Gesellschaft jedoch wesentlich häufiger angetroffen.

Welche Auswirkungen hat ein schlechtes Säure Basen Gleichgewicht?

Wenn du deinem Körper zu viele saure Lebensmittel zumutest, kann langfristig gesehen eventuell eine Übersäuerung auftreten. Sobald dein Blut von seinem normalen pH-Wert abweicht, drohen Beschwerden. Der Ablauf von Stoffwechselreaktionen ist abhängig vom pH-Wert. Wenn dieser zu hoch oder zu niedrig ist, können die Abläufe nicht mehr einwandfrei stattfinden. Abweichungen des pH-Werts des Blutes können so schwerwiegend sein, dass sich auch ein Atemstillstand nicht ausschließen lässt. Bei einer Übersäuerung wird von einer Azidose gesprochen. Betroffene weisen eine beschleunigte Atmung auf. Der Körper versucht, dass überschüssige Kohlenstoffdioxid über die Lunge los zu werden. Weiterhin können schwere Bewusstseinsstörungen, Blutdruckabfall und ein erhöhter Puls eintreten. Zentrum der Behandlung ist der Ausgleich des gestörten Säure Basen Gleichgewichts. Die starke Übersäuerung des Körpers muss kompensiert werden. Dafür wird die körpereigene Pufferkapazität über verschiedene Wege angeregt. Das Gegenteil der Azidose stellt die Alkalose dar. Sie wird von einem Säuremangel und einem Überschuss an basischen Komponenten geprägt, taucht jedoch nur sehr selten auf. Betroffene leiden unter Verwirrtheit, Schwäche , Krämpfen und einem Kaliummangel.

Wie der Körper selbstständig ein Säure Basen Gleichgewicht herstellt

Nicht jeder Überschuss an Säuren führt direkt zu Beschwerden. Bis zu einem gewissen Grad gelingt dem Körper die Regulation. Durch so genannte Puffersysteme kann der Organismus einen nach oben oder unten abweichenden pH-Wert ausgleichen. Der Säureausgleich findet über verschiedene Substanzen statt. So kommt im Blut zum Beispiel Bikarbonat zum Einsatz. Ist die Niere für die Herstellung eines Gleichgewichts verantwortlich, greift sie zu Ammoniak, um die überschüssigen Säuren zu kompensieren.

Wie kann ich ein schlechtes Säure Basen Gleichgewicht vorbeugen?

Um Beschwerden zu vermeiden, sollte deine Ernährung bunt sein. Achte darauf, genügend Obst und Gemüse zu essen. Tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch sollten im besten Fall reduziert und bewusst gegessen werden. Weil jedoch nicht nur die Ernährung eine Rolle spielt, kann eine grundsätzliche Untersuchung sinnvoll sein, beispielsweise um Diabetes auszuschließen.

 

 

 

 

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