Übergewicht in Deutschland: Was sagen die aktuellen Statistiken?

Übergewicht in Deutschland: Was sagen die aktuellen Statistiken? Sind wir in Deutschland wirklich überdurchschnittlich dick? Wie stehen wir im Vergleich zu anderen Ländern der Welt da? Hier die aktuellen...
Übergewicht in Deutschland: Das sind die aktuellsten Zahlen

Übergewicht in Deutschland: Was sagen die aktuellen Statistiken? Sind wir in Deutschland wirklich überdurchschnittlich dick? Wie stehen wir im Vergleich zu anderen Ländern der Welt da? Hier die aktuellen Statistiken.

Übergewicht in Deutschland: Die aktuellen Statistiken

Übergewicht – kein Kavaliersdelikt

Das Thema Übergewicht ist seit langem öffentlich. Wie wohlgenährt Deutschland ist, kannst du jeden Tag selbst sehen. Das Phänomen betrifft beide Geschlechter und alle Altersgruppen. Besonders gefährdet sind Kinder und Heranwachsende. Dabei können mehr als ein paar Kilo zu viel nicht als Kavaliersdelikt angesehen werden. Die direkten und indirekten Folgen sind für die einzelnen Betroffenen ebenso negativ wie für die Gesellschaft als Ganzes.

Übergewicht in Deutschland: Woher kommen die Statistiken?

Zum Übergewicht geben verschiedene Statistiken Auskunft. Die Weltgesundheitsorganisation WHO dokumentiert die globale Entwicklung auf diesem Gebiet, während unter anderem das Statistische Bundesamt die für Deutschland relevanten Daten herausgibt. Verschiedene Organisationen und Einrichtungen wie das Robert Koch Institut, steuern ebenfalls immer wieder aktuelle Werte bei. Egal welches Zahlenmaterial du dir anschaust, sie zeigen alle einen Trend. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung wächst die Zahl der Übergewichtigen überproportional.

Ursachen für Übergewicht und die Folgerisiken

Neben den allgemein bekannten Ursachen falsche und/oder Überernährung sowie Bewegungsmangel, bewirken gelegentlich auch andere Umstände eine Gewichtszunahme. Dazu zählen Stoffwechselerkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeit, genetische Veranlagung und psychische Auslöser. Oft schaukeln sich einander bedingende Faktoren gegenseitig auf. Übergewicht und Diabetes mellitus können zum Beispiel so aufeinander wirken, dass Fettleibigkeit die Entstehung der Krankheit begünstigt. Ein an Diabetes Erkrankter neigt dann unter Umständen zu Gewichtszunahme, weil der Körper den überschüssigen Blutzucker als Fett einlagert.

Die Hauptübeltäter bleiben aber (falsche) Ernährung und (mangelnde) Bewegung. Sie fallen stark ins Gewicht, weil zunehmend grundsätzlich gesunde Menschen betroffen sind. Die „moderne“ Gesellschaft ist durchschnittlich deutlich bewegungsärmer, als das früher der Fall war. Ergänzend dazu muss Essen in erster Linie funktionell sein, es muss schnell gehen, es soll satt machen. Das heißt, in erster Linie, es soll „füllen“.

Dem gegenüber stehen die Risiken, die Übergewicht und gerade Adipositas mit sich bringen. Die Palette möglicher Probleme und Folgeerkrankungen wird immer umfangreicher. Dauerhaftes Gewicht über Normalmaß hinaus begünstigt Diabetes, Arterienverkalkung und unterschiedliche Krebserkrankungen. Wenn du zu viel mit dir herum schleppst, fördert das Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System bis zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Übergewichtige leiden häufiger an Depressionen als andere Menschen, sowie weiteren psychischen Belastungen. Und wenn es nicht zu klinischen Störungen kommt, leidet auf jeden Fall die Lebensqualität unter eingeschränkter Beweglichkeit, kurzem Atem und Leistungsverlust.

Statistiken über Männer – Frauen – Kinder

Die Statistiken zum Übergewicht in Deutschland weisen durchaus Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf, ebenso wie im Verhältnis zwischen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern. Nach aktuellen Erhebungen zählen zu den Übergewichtigen in Deutschland 67 % der Männer, bei den Frauen sind es 53 %. Als stark übergewichtig eingeschätzt werden in beiden Fällen knapp ein Viertel der Erwachsenen.

Was dich besonders erschrecken mag, ist der rasante Anstieg von Übergewichtigen im Kindesalter. Eine natürliche körperliche Entwicklung mit normalem Wachstum wird durch Fettleibigkeit sabotiert. Viel zu früh werden Knochengerüst und Bindegewebe im Übermaß belastet, Muskelwachstum verzögert sich oder bleibt ganz aus und die Anfälligkeit für Krankheiten im Zusammenhang mit Übergewicht ist um ein vielfaches höher.

Den Untersuchungen zufolge ist bereits jedes sechste Kind betroffen, Tendenz steigend.

Ab wann ist man übergewichtig?

Einfach ausgedrückt spricht man von einer übergewichtigen Person, bei der die Proportion von Körpergröße zu Gewicht aus der Balance geraten ist. Auskunft über deine eigene Situation erhältst du durch Berechnung des Body Mass Index (BMI), zu Deutsch Körpermaßindex. Er ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Gewicht und der Körpergröße zum Quadrat. Mit einem BMI von bis zu 25 kg/m2 bist du normalgewichtig, was darüber ist, gilt als zu viel. Es folgen unterschiedliche Klassifizierungen von „normalem“ Übergewicht über Präadipositas bis hin zu Adipositas III, eine Einstufung, die ab einem BMI von mehr als 40 kg/m2 gilt und als besonders schwer gilt.

Bei der Bestimmung, ob du übergewichtig bist, wird neben dem Gewicht also immer deine Körpergröße zu Rate gezogen.

Ausblick: Werden wir immer dicker? Sind Kinder heute dicker als früher?

Leitet man aus der Tendenz der vergangenen Jahre eine Prognose ab, kann diese nur erschrecken. Schau dir die Entwicklung von Übergewicht und deren krankhaften Variante Adipositas an. In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der betroffenen Menschen weltweit verdoppelt, auch hierzulande ist das Phänomen auf dem Vormarsch.

Offensichtlich bringen wir immer mehr Masse auf die Waage und tendenziell sind Kinder heute dicker als früher.

Die Ursachen sind erkannt und wurden weiter oben in diesem Artikel umrissen.

Fazit

Mehr Masse liegt im Trend, könnte man spitzfindig formulieren, wenn man sich die Fakten und Zahlen anschaut. Die Situation ist allerdings nicht nur nicht komisch, sondern sehr ernst. Es ist Zeit zu handeln. Am besten ist auch in dieser Beziehung die Übernahme von Eigenverantwortung. Den Körper gesund zu erhalten sollte für jeden eine Grundpflicht darstellen. Auch du kannst etwas tun um vorzubeugen oder um zu korrigieren, falls nötig. Ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und den eigenen Fähigkeiten entsprechende körperliche Bewegung sind einfache und zugleich effiziente Mittel zur Eigeninitiative.

 

 

 

 

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