Was ist Adipositas? Begrifferklärung und Grenzwerte

Wo liegt die Grenze zwischen Übergewicht und Adipositas?
Was ist Adipositas?

Was ist Adipositas? Übergewicht ist in der Wohlstandsgesellschaft ein weitverbreitetes Problem. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht schon mal auf einer Waage stand und mit Schrecken sein Körpergewicht beobachtete. Medien und Werbung suggerieren Idealmaße. Klar ist: Mit dem modernen Lebensstil bewegen wir uns oft zu wenig. Zudem ernähren wir uns einseitig. Das führt zu einer positiven Energiebilanz in unserem Körper (aufgenommene Energie ist höher als die verbrauchte Energie).

Was ist Adipositas? Begrifferklärung und Grenzwerte

Dick ist nicht gleich dick

Der Übergang zwischen noch mollig und schon zu dick ist fließend. Abhängig von der Statur und der Körpergröße sind ein paar Pfund zu viel kein Grund zur Besorgnis. Der Körper legt Energiereserven für „magere“ Zeiten an. Durch einen ausgeglichenen Lebensstil mit ein paar Bewegungseinheiten, Fitness und gesunder Ernährung bringst du dein Gewicht schnell wieder auf normale Verhältnisse.

Anders sieht es bei einer krankhaften Fettleibigkeit aus. Die Adipositas (lat.: adeps „Fett“) ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu Übergewicht führt. Dabei geht das Volumen der Fettablagerung über das normale Maß hinaus. Psychische Faktoren, wie Depression, Essstörung oder Stress im Alltag spielen ebenso eine große Rolle, wie Medikamente oder Schlafmangel. Schilddrüsenunterfunktion, erhöhte Insulinkonzentration oder das Cushingsyndrom sind typische Stoffwechselstörungen, die zu starker Adipositas führen. Nur ein Facharzt kann funktionsbedingte Störungen erkennen und behandeln.

Grenze zwischen Übergewicht und Adipositas

Adipositas ist in vielen Fällen weniger krankheitsbedingt, als eine abnormale Fetteinlagerung im Gewebe. Die Gewichtszunahme entsteht durch eine positive Energiebilanz. Der Körper verbraucht weniger Energie, als ihm zugeführt wird. Gehörst du zu dieser Gruppe, ist es oft nicht einfach, die überschüssigen „Röllchen“ wieder loszuwerden. Da muss vor allem der innere Schweinehund überwunden werden. Ein interessanter Beitrag dazu ist „Fitness Ziele erreichen: Überliste deinen inneren Schweinehund„, hier auf diesem Blog.

Es gibt zwar eine Reihe von Büchern, aus denen du Trainings- und Ernährungsprogramme entnehmen kannst. Ein Abo in einem Sportstudio bietet aber den Vorteil, dass du unter Gleichgesinnten einen Ansporn erfährst. Fast jedes Fitness-Studio bietet Programme für Mollige an. Die regelmäßigen Termine integrieren sich in deinen Wochenablauf. Auch der Austausch von Erfolgen gibt eine gegenseitige Motivation – jeder freut sich in der Gruppe auch über nur einige Gramm weniger, die die Waage anzeigt.. Ein Trainer stellt dir dein persönliches Programm zusammen, das deinen körperlichen Fähigkeiten entspricht. Denn ein ungeeignetes Training kann deinem Körper auf lange Sicht mehr schaden, als nutzen.

Das effektive Programm

Achte bei der Auswahl der Trainingseinheiten darauf, dass sich der ganze Körper bewegt. Erstaunlicherweise glauben viele Menschen, dass ein reines Lauftraining zur Fettverbrennung ausreichend ist. Beim Joggen benötigt der Körper aber sehr lange, bis sich ein Erfolg zeigt. Effektiv ist ein Intervalltraining, bei dem sich Ausdauer- und Kraftübungen abwechseln. Zwei bis dreimal die Woche sorgen Pilates, Gymnastik und bestimmte Yoga-Übungen für einen hohen Muskeltonus. Dieser wiederum hat einen positiven Effekt auf deinen Fetthaushalt. Merke: Muskeln sind immer noch der beste Stoffwechselaktivator. Situps und Crunches kräftigen die Bauchmuskulatur und bringen sie auf Vordermann. Fange langsam aber regelmäßig an. Nach und nach steigerst du die Intensität der Übungen. Qualität ist hier besser als Quantität. Ein stundenlanges Wiederholen der Übungen nutzt wenig. Muskelaktivität und eine ausgewogene Ernährung sind unsere besten Verbündeten beim Fettabbau.

Adipositas: Die Grenzwerte

Kategorie BMI Körpergewicht
Starkes Untergewicht Unter 16,00 Untergewicht
Mäßiges Untergewicht 16,0 bis  17
Leichtes Untergewicht 17,0 bis 18,5
Normalgewicht 18,5 bis  25 Normalgewicht
Präadipositas 25,0 bis 30 Übergewicht
Adipositas Grad I 30,0 bis 35 Adipositas
Adipositas Grad II 35,0 bis 40
Adipositas Grad III Über 40,0

Tabelle: Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen anhand des BMI (nach WHO, Stand 2008)

Wie du der Tabelle entnehmen kannst, beginnt Adipositas ab einem BMI (= Body Mass Index) Wert von 30. Ein dazu passender Beitrag hier im Blog zeigt dir, wie du deinen BMI Wert ermittelst: Was ist BMI (Body Mass Index)?

Der BMI ist allerdings nicht ganz unumstritten. Er bezieht nämlich den Körperfettanteil nicht mit ein. So würde eine mit guter Muskulatur ausgestattete Person durch das höhere Körpergewicht laut BMI-Tabelle durchaus als übergewichtig gelten, obwohl er möglicherweise einen recht niedrigen Körperfettanteil hat. Im Beitrag „Was ist Übergewicht“ gehe ich daher noch einmal näher auf alternative Messmethoden ein.

Ausgewogene Ernährung kontra Diät

Zu einem guten Wohlbefinden gehört eine ausgewogene Ernährung. Um die Körperfunktionen aufrechtzuerhalten benötigt der Mensch bestimmte Wirk- und Nährstoffe. Erst die richtige Balance dieser Komponenten schafft es, dass dein Körper in der Lage ist, Fett zu verbrennen und abzubauen.

Eine Null-Diät ist deshalb ein Schuss in die falsche Richtung. Das Gegenteil wird erreicht. Der Stoffwechsel verlangsamt sich. Du solltest also auf lange Sicht keine Diät machen, sondern deine Ernährung umstellen. Langfristigkeit heisst also das Zauberwort. Hier erfährst du, wie es geht: Abnehmen und Muskeln aufbauen

Kampf gegen den eigenen Halunken

Adipositas kann infolge von psychischen Problemen auftreten. Kaum dass eine Schwierigkeit in der Ehe, am Arbeitsplatz oder mit Freunden auftaucht, gewinnt der innere Halunke. Der Griff zur Schokolade, Bonbons oder den Chips ist dann schnell getan. Alles, was essbar ist, findet aus lauter Frust den Weg in den Magen. Bist du dir über solche Situationen klar geworden, dann scheue dich nicht, bei einem Psychotherapeuten Hilfe zu suchen. Oft sind die Lösungen so nah, dass du sie selbst schon gar nicht mehr wahrnimmst. Geeignete Therapien lösen Blockaden auf und zeigen den Weg in eine gesündere Zukunft. Übergweicht in Deutschland ist weit verbereitet! Du hast es aber nun selbst in der Hand, aktiv dein Training und deine Ernährung zu planen.

 

 

 

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Gesundheit
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