Was ist Akupunktur? Hier der Faktencheck!

Von Nadeln und alternativer Medizin
Was ist Akupunktur?

Was ist Akupunktur? Die sogenannten alternativen Heilmethoden nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserem Gesundheitswesen ein. Erkrankungen und Beschwerden unterschiedlichster Art werden immer häufiger abseits der gängigen schulmedizinischen Therapien behandelt.

Was ist Akupunktur? Hilft mir das bei meinen Beschweren?

Um den Körper nicht unnötig mit Medikamenten zu belasten, greifen immer mehr Menschen auf Behandlungsansätze der schonenderen Heilmethoden zurück. Eine der beliebtesten Therapien ist dabei die Akkupunktur. Wie wirkt diese auf den Körper und könnte das auch bei deinen Beschwerden helfen?
Die seit mehr als drei Jahrtausenden bekannte Therapie wurde einst in China entwickelt. Es ist bewiesen, dass diese traditionelle Behandlungsform schon zwei Jahrhunderte vor Christus schriftlich erwähnt wird. Somit zählt sie zu den ältesten traditionellen Heilmethoden. In Europa hielt sie Ende des zwanzigsten Jahrhunderts Einzug und wird heute nicht selten als Ergänzung zu schulmedizinischen Behandlungen eingesetzt. Die Heilmethode basiert auf einem uralten Verständnis des menschlichen Organismus. Hauptfaktor ist dabei die Qi. Daher steht vor der Frage „Was ist Akupunktur“ die Frage „Was ist Qi?“.

Beruhend auf den lateinischen Worten „acus“ und „punctio“, die soviel wie „Nadel“ und „stechen“ bedeuten, basiert die Heilmethode auf der in China traditionellen und vorherrschenden Ansicht, dass der Körper von der „Qi“, der Lebensenergie, durchflossen wird. Diese soll, so das traditionelle Verständnis, durch die sogenannten Meridiane, die sozusagen als Leitbahnen fungieren, durch den gesamten Körper fließen. Diese Leitbahnen sind an etwa 700 Punkten des Körpers direkt zu erreichen, da sie dicht unter der Haut liegen. Die Akkupunktur nutzt etwa 400 dieser Punkte.
Fließt die „Qi“ harmonisch durch den Körper, ist der Mensch laut der alten Lehre gesund. Ändert sich dies, etwa durch besondere äußere Einflüsse wie Kälte oder Hitze oder auch durch falsche Ernährung oder Stress, finden Krankheit und Schmerz Punkte, über die sie in den Körper eindringen können. Damit diese Lücken geschlossen und Krankheit und Schmerz daran gehindert werden, in den Körper zu dringen, werden durch die Akupunktur Blockaden gelöst und der Energiefluss ins Lot gebracht.

Was ist Akupunktur? Ärzte stehen der alternativen Therapie kritisch gegenüber

Auch die Schulmedizin ist sich noch nicht ganz über diese alternative Heilmethode im Klaren. Dennoch wird die positive Wirkung der Akupunktur inzwischen überwiegend anerkannt. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass durch die Nadelstiche die Ausschüttung gewisser Hormone und Substanzen im Gehirn angeregt wird.
Die Krankenkassen stehen den alternativen Heilmethoden bisher noch relativ kritisch gegenüber. Bevor du eine Therapie in Betracht ziehst, solltest Du Dich daher mit Deiner Krankenkasse in Verbindung setzen, um zu erfahren, wer die Kosten trägt.

Klarer Vorteil: in aller Regel keinerlei Nebenwirkungen

Wird die Akupunktur richtig angewendet, gilt sie als praktisch nebenwirkungsfrei. Es ist zwar möglich, dass Dein Kreislauf sensibel auf die Nadelstiche reagiert. Dies ist jedoch eher selten der Fall und ist schnell behoben, indem die jeweilige Nadel entfernt wird. Durch die kleinen Stiche können minimale Blutergüsse auftreten – jedoch ist die Gefahr dieser Nebenwirkungen geringer je erfahrener Dein Therapeut ist.

Bei welchen Beschwerden?

Neben der für die Schulmedizin schwer nachvollziehbaren Antwort auf die Frage „Was ist Akupunktur“ stehen Ärzte auch deren Einsatzgebieten kritisch gegenüber. Trotzdem mussten Experten nach einigen Untersuchungen in den letzten Jahren feststellen, dass die Therapie nicht selten tatsächlich Linderung bringt. So kann sie Dir beispielsweise bei bestimmten Schmerzarten helfen. Insbesondere dann, wenn diese den Bewegungsapparat betreffen, sich in Form von Migräne oder Kopfschmerzen äußern oder im neurologischen Bereich auftreten. Die akute und nebenwirkungsfreie Hilfe bei Rheuma, Tennisarm oder auch Gelenkschmerzen macht die Akupunktur also gerade dann interessant, wenn Du Dich gerne sportlich betätigst.
Des weiteren können Beschwerden wie Übelkeit oder Erbreichen ebenso behandelt werden wie Heuschnupfen, Asthma oder Probleme mit Magen und Darm. Auch während der Schwangerschaft findet die Akupunktur Einsatz, um der werdenden Mutter bei Beschwerden zu helfen, wenn die Schulmedizin keine sanfte, also für das Kind ungefährliche, Methode kennt.

Kein Nährboden für Schmerz und Erkrankung

Auch wenn die Antwort auf die Frage „Was ist Akupunktur und wirkt sie?“ die Experten-Meinungen spaltet, erfreut sich die Heilmethode stetig wachsender Beliebtheit. Bist Du sportlich aktiv, können die gezielten Nadelstiche dabei helfen, kleinere Probleme wie etwa häufige Krämpfe oder Schwierigkeiten mit der Atmung, in den Griff zu bekommen. Beliebt ist die schonende Therapie auch im Zusammenspiel mit Sportarten wie Yoga, die auf die Entschleunigung und das Gleichgewicht von Körper und Geist abzielen. Schlussendlich ist daher die Frage „Was ist Akupunktur“ einfach zu beantworten: Sie hilft Deinem Organismus dabei, frei von Blockaden einen gesunden Kreislauf in Gang zu halten und hat den Sinn, Schmerz und Krankheit den Nährboden zu entziehen.

 

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Kategorie
Gesundheit
Ein Kommentar
  • Sandra
    24 September 2015 at 20:06
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    Informativer Artikel. Gibt es vielleicht auch eine Seite, wo verschiedene Anlaufstellen gelistet sind. Ich leide schon seit längerem an Rückenschmerzen und möchte gerne die Akupunktur testen. Vielen Dank
    Liebe Grüße
    Sandra

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