Was ist Dehydration?

Was ist Dehydration? Vielleicht hast Du schon einmal irgendwo gelesen, dass es bei alten Menschen zu einer gefährlichen Dehydration kommen kann – beispielsweise durch schlechtes Trinkverhalten oder als Folge einer Salmonellose. Wie kannst du dich davor am besten schützen?

Was ist Dehydration? Ursachen und Symptome

Mancher Michael Jackson-Fans erinnert sich vielleicht, dass der Megastar vergangener Tage mehrfach vor Konzerten wegen solcher Probleme behandelt werden musste. Bei sportlichen Anstrengungen, aber auch im Alltag eines jeden ist es wichtig, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Der Körper des Menschen besteht immerhin zu mehr als 80 Prozent aus Wasser. Daher ist die regelmäßige Versorgung mit ausreichend Trinkwasser essenziell. Zwei bis drei Liter Wasser sollte täglich zugeführt werden. In heißen Sommermonaten oder bei besonderen Belastungssituationen wird auch mehr Trinkwasser benötigt. Viele Menschen liegen allerdings weit unterhalb dieses Wertes, weil sie entwässernde Getränke wie Kaffee oder Schwarztee konsumieren und den Restbedarf über gezuckerte Softdrinks und Cola abdecken. Darin ist zwar auch ein Anteil Wasser enthalten. Das aber muss der Organismus erst von allen Aromen, Zuckersorten, Farbstoffen und Süßstoffen befreien, bevor es ihm zur Verfügung steht. Zur Dehydration kommt es dadurch zwar nicht, aber auf Dauer nimmt der Körper trotzdem Schaden.

Was ist Dehydration und wodurch entsteht sie?

Es geht bei der Dehydration, Dehydrierung oder Dehydratation um einen akuten Flüssigkeitsmangel. Dass dieser nicht nur bei einer Wüstendurchquerung eintritt, sollte jeder wissen. Der Mensch kann nur maximal vier Tage ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr überleben. Hungern kann man viel länger. Eine innere Austrocknung kann auch nach Operationen, Durchfallerkrankungen wie Salmonellose oder dem Norovirus sowie sportlichen Ausdauerleistungen eintreten. Alle Flüssigkeitsverluste, die durch

– Durchfallerkrankungen oder den normalen Stuhlgang
– die Atmung
– die Nierentätigkeit
– die abkühlende Schweißbildung auf der Haut
– oder hohes Fieber

entstehen, müssen zeitnah ausgeglichen werden. Bei der Frage „Was ist Dehydration?“ muss man dreiunterschiedliche Dehydrationsformen unterscheiden. Bei der isotonen Dehydration, die beispielsweise durch schlechtes Trinkverhalten, Erbrechen oder Durchfall eintreten kann, verliert man Flüssigkeit und Salze gleichermaßen schnell. Erfolgt ein Flüssigkeitsverlust ohne einen Verlust wichtiger Salze, spricht man von der hypertonen Dehydratation. Sie tritt beispielsweise bei Fieber oder Überhitzung durch falsche Bekleidung oder starke körperliche Anstrengungen ein. Hohes Fieber oder Überhitzung durch intensive Sonneneinstrahlung oder Sportanstrengungen können bei mangelndem Flüssigkeitsausgleich in extremen Fällen zum Verdursten führen. Die hypotone Dehydratation tritt dann ein, wenn der Wasserverlust geringer ausfällt als der Salzverlust. Nehmen wir an, jemand schwitzt extrem und trinkt nur destilliertes Wasser ohne jeglichen Salzgehalt – dann könnte die hypotone Dehydration eintreten. Die Salzausscheidung ist dann erhöht, obwohl die Wasserzufuhr gesichert ist. Daher ist Mineralwasser als Ausgleich so wichtig. Man rät deswegen von destilliertem Wasser als Getränk ab. Auch isotonische Sportgetränke können gegen hohe Flüssigkeitsverluste hilfreich sein, wenn sie gut abgestimmt sind. Vor allem der Natriumgehalt muss ausreichend hoch sein. Leider ist der Zuckergehalt bei Lifestyle-Isotonikgetränken meistens hoch.

Was ist Dehydration bei Kindern?

Eltern fragen sich oft „Was ist Dehydration und was kann man dagegen tun?“, wenn ihr Säugling oder Kleinkind wegen eines Brechdurchfalls keine Nahrung aufnehmen will oder kann. Kinderärzte weisen darauf hin, dass eine Gastroenteritis mit anschließender Nahrungsverweigerung bei einem Säugling zu einem Gewichtsverlust von 5 % führen kann. In Folge dessen entsteht auch eine leichte Dehydration. Bei einem Gewichtsverlust von bis zu 10 % spricht man bereits von einer deutlichen Dehydrierung, die umgehend behandelt werden muss. Bei einem Gewichtsabbau von und 10-15 % in Bezug auf das Körpergewicht liegt bereits eine schwere Dehydration vor. Festzustellen ist dabei, dass ältere Kinder empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste reagieren. Deswegen sollten auch gesunde Kinder immer viel trinken. Was ist Dehydration und was bewirkt sie? Dehydrierte Kinder müssen umgehend mit reichlich Flüssigkeit versorgt werden. Sie haben entweder zu viel Flüssigkeit verloren oder zu wenig aufgenommen. Kommt beides zusammen, droht Gefahr. Anzeichen einer Dehydrierung können auffallend dunkler Urin, trockene Lippen, Antriebslosigkeit oder ein Mangel an eingenässten Windeln sein. Wer wissen möchte „Was ist Dehydration und wie erkenne ich sie?“, muss seinen Säugling gut beobachten. Eine deutlich eingesunkene Fontanelle nach längeren Durchfall, Fieber oder Erbrechen kann ein Dehydrationsanzeichen sein. Hier ist unbedingt ein Arzt hinzuzuziehen. Gegebenenfalls muss das Kind intravenös Flüssigkeit verabreicht bekommen.

Was ist Dehydration für Sportler?

Dehydrationsprobleme sind besonders im Sport leicht zu erarbeiten. Nicht umsonst stehen beim Marathon alle paar Meter Helfer, bei denen Elektrolyt-Getränke, Bananen und Wasser gereicht werden. Fußballer nutzen Einwechslungen von Spielern dazu, etwas zu trinken. Tennisspieler nehmen zwischen zwei Sätzen Flüssigkeit auf. Der zeitnahe Ausgleich der verlorenen Flüssigkeit ist lebenswichtig. Bei einer leichten Dehydration genügt der orale Flüssigkeitsausgleich. Beim intravenösen Flüssigkeitsausgleich müssen manchmal diverse Liter Flüssigkeit „nachgetankt“ werden. Bei isotonen Flüssigkeitsmängeln gibt man intravenös eine Ringer-Lösung. Bei hypotoner Dehydration ist auch eine langsame Natrium-Zufuhr notwendig. Hypertone Dehydration kann mit fünfprozentiger Glukoselösung behandelt werden.

 

 

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