Wie entstehen eigentlich Kopfschmerzen?

Wetter, Stress und Verspannungen sind einige der Ursachen
Wie entstehen eigentlich Kopfschmerzen

Wie entstehen eigentlich Kopfschmerzen? Kopfschmerzen gelten als Volkskrankheit, weil fast jeder Mensch schon von ihnen betroffen war. Es gibt unglaublich viele Kopfschmerzformen und eine noch größere Zahl von Ursachen. Das Gehirn selbst ist schmerzunempfindlich, deshalb entsteht der Schmerz auf dem Weg durch die Nervenbahnen zum Gehirn.

Wie entstehen eigentlich Kopfschmerzen?

Fast immer sind übererregte Nervenzellen der Grund. Kopfweh äußert sich zum Beispiel durch Klopfen, Stechen, Hämmern und ist häufig drückend. Wetterfühlige Menschen sind häufiger von ihnen betroffen, als weniger sensible Menschen. Auch erhöhter Blutdruck, Zähneknirschen, Kieferfehlstellungen oder Schädelverletzungen können den Schmerz auslösen. Weitere Auslöser sind Hitze, Flüssigkeitsmangel, Überlastung, Stress und Verspannungen. Kopfweh tritt auch als Begleiterscheinung von grippalen Infekten und anderen Infektionskrankheiten auf.

Wie entstehen eigentlich Kopfschmerzen? Erscheinungsformen

Die verschiedenen Arten

Am häufigsten kommen Spannungskopfschmerzen, Migräne, Clusterkopfschmerz und Schmerzen durch Medikamenteneinnahme vor. Schon Kinder haben mit Kopfweh zu tun. Manchmal sind es Stress und Überanstrengung, oft fehlt aber auch lediglich eine Brille. Auch langes Sitzen vor dem Fernseher oder PC rächt sich mit Kopfschmerzen.

Frauen haben häufiger Migräne als Männer. Männer sind dagegen öfter von Clusterkopfschmerz betroffen. Für die Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen von Kopfschmerzpatienten müssen die Volkswirtschaften erhebliche Summen aufbringen. Nicht selten müssen die Betroffenen sogar früher in Rente gehen.

Primäre und sekundäre Kopfschmerzen

Man unterscheidet primäre und sekundäre Kopfschmerzen. Primärer Kopfschmerz ist die direkte Folge einer Erkrankung oder einer Verletzung. Sekundärer Kopfschmerz tritt indirekt als Begleiterscheinung auf und wird nicht von der Hauptkrankheit verursacht. Entsteht der Schmerz beispielsweise durch Medikamente, handelt es sich um sekundären Schmerz. Das Fatale dabei: Der Stoff, der den Schmerz eigentlich beseitigen sollte, löst ihn erst aus oder verstärkt ihn.

Üblicherweise spüren wir Schmerzen, wenn unser Körper verletzt wird, oder in anderer Form Schaden nimmt. Wenn wir uns zum Beispiel an etwas Heißem verbrennen, wird der Schmerz von Nervenzellen an das Gehirn weitergeleitet und wir machen automatisch eine Rückziehbewegung. Kopfweh entsteht auch dann, wenn es scheinbar keinen direkten Auslöser gibt. Das macht seine Diagnose so schwierig.

Kopfweh bei Kindern – ein eigenes Krankheitsbild

Haben die Eltern Migräne, kann auch das Kind erblich bedingt schon früh Migräne bekommen. Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) berichtet, dass fast 90 % aller Kinder bis zum zwölften Lebensjahr schon einmal mit Kopfschmerz Erfahrungen gemacht haben. Etwa 12 % dieser Betroffenen sind Migränepatienten. Auch bei Kindern versuchen Ärzte Migräneattacken ohne Medikamente zu behandeln. Meist sind häufiges Fernsehen, ausdauernde Computerspiele, Schulstress, zu wenig Schlaf und zu wenig Bewegung an der frischen Luft Auslöser für Kopfweh bei Kindern. Seltener sind Allergien der Grund.

Welche Kopfschmerzdauer ist akzeptabel?

Treten Kopfschmerzen häufig auf oder sind sie sehr ausgeprägt, solltest du immer einen Arzt aufsuchen. Eine allgemeingültige Aussage darüber, wie viel Kopfschmerz „normal“ ist, lässt sich nicht so einfach treffen. Das Schmerzempfinden ist von Person zu Person unterschiedlich und auch Außenstehende können nicht in deinen Kopf hineinschauen. Ausschlaggebend ist alleine, wie du den Schmerz fühlst. Sind die Schmerzen sehr heftig, können sie auch Alarmzeichen für andere Krankheiten sein.

Es ist immer sinnvoll, genaue Ursachenforschung zu betreiben. Hinter heftigem Kopfweh können organische Erkrankungen des Gehirns stecken, aber auch Erkrankungen anderer innerer Organe. Wenn sie Begleiterscheinung einer anderen Krankheit sind, bedürfen sie in der Regel keiner speziellen Behandlung. Ist die auslösende Krankheit abgeklungen, vergeht meist auch das Kopfweh. Beispielsweise gehen Erkältungskrankheiten häufig mit Kopfweh einher (interessanter Zusatzbeitrag ‚Erkältungszeit: Hilfreiche Tipps!‚) .

Wann solltest du bei Kopfschmerzen den Arzt aufsuchen?

Dauern starke Kopfschmerzen länger als drei Tage an, musst du zum Arzt gehen. Wenn sich der Kopfschmerz bei grippalen Infekten verstärkt, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Tritt er vor allem beim Husten im Bereich der Stirn- und Wangenknochen auf, handelt es sich vielleicht um eine Nebenhöhlenentzündung. Kommen außerdem Schmerzen im Nacken und starke Lichtempfindlichkeit hinzu, besteht die Gefahr einer Hirnhautentzündung. Am besten gehst du dann in ein Krankenhaus.

Falsch oder nicht behandelt kann die Erkrankung zu schweren Schäden oder sogar zum Tod führen. Tritt Kopfweh in Verbindung mit Schwindel nach einem Sturz oder schweren Schlag auf, ist vermutlich eine Gehirnerschütterung der Grund. Sehstörungen können ebenfalls darauf hinweisen. Auch dieser Schmerz bedarf der genauen Untersuchung und medizinischen Behandlung.

Kopfweh und Sport

Treten nach sportlicher Betätigung Kopfschmerzen auf, kann das viele Gründe haben. Manchmal liegt es einfach nur daran, dass du zu wenig getrunken hast (Flüssigkeitszufuhr beim Sport). Wenn der Flüssigkeitshaushalt deines Körpers nicht mehr stimmt, kommt es zu Kopfweh, Schwindel und anderen Ausfallerscheinungen. Bei Sport in stickigen Turnhallen kann Sauerstoffmangel der Grund für Beschwerden sein. Sorge für eine gute Belüftung und treibe nach Möglichkeit Sport im Freien.

Wenn beim Laufen und Joggen Kopfschmerzen auftreten, kann das einmal an Flüssigkeitsmangel, aber auch an falschem Schuhwerk liegen. Diese Vermutung halten viele für abwegig, doch tatsächlich kommt es häufig vor. Das falsche Schuhwerk belastet so sehr, dass die Schmerzzentrale im Gehirn aktiviert wird. Sogar der falsche Laufstil kann derart negative Folgen haben.

Verspannungen der Hals- und Nackenmuskulatur strahlen häufig so stark aus, dass sie Kopfweh verursachen. Regelmäßige Dehnübungen vor und nach dem Sport können die Schmerzen verhindern. Leidest du öfter darunter, solltest du einen Physiotherapeuten aufsuchen. Bei sportlichen Menschen ist auch zu beobachten, dass sie infolge des höheren Blutdrucks unter Belastung Kopfweh bekommen. Das kommt auch in Verbindung mit Schwindel vor. Solche Symptome solltest du unbedingt mit dem Arzt abklären, denn eventuell ist die Einnahme von Medikamenten notwendig.

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Gesundheit
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