Macht Sport glücklich? Auf der Suche nach der Glücksformel!

Sind sportlich aktive Menschen wirklich glücklicher?
Macht Sport glücklich? Die einfache Antwort: Ja!

Macht Sport glücklich? Dass Sport gesund ist, für Muskeln und einen starken Körper sorgt und zahlreiche wichtige Vorgänge im Körper in Schwung bringt ist unumstritten und wissenschaftlich belegt. Aber macht Sport glücklich? Die Antwort ist einfach: Ja!

Macht Sport glücklich? Auf der Suche nach der Glücksformel des Lebens

Wenn du dich regelmäßig sportlich betätigst, schützt du dein Herz, stärkst dein Immunsystem und beugst Rückenschmerzen sowie diversen Krankheiten vor. Dein Gehirn bildet neue Nervenbahnen, neue Zellen bilden sich heran, zahlreiche Botenstoffe strömen durch den Organismus, krankes Gewebe wird geheilt und die Erbsubstanz repariert.

In den letzten Jahren wurde verstärkt die stimmungsaufhellende Wirkung von körperlicher Betätigung untersucht. Man ist sich heute zwar noch nicht gänzlich darüber im Klaren, welche Mechanismen die Hauptverantwortlichen für die oft beschriebenen Glücksgefühle beim Sport sind, doch dass Bewegung das Wohlbefinden steigern kann, ist ein unumstrittener Fakt.

Sport macht glücklich!

Regelmäßige Bewegung ist eine Wohltat für Körper und Geist. Bei körperlicher Aktivität werden die Botenstoffe Serotonin und Dopamin freigegeben – beide in der Umgangssprache auch als „Glückshormone“ bekannt. Sie sorgen dafür, dass Stress abgebaut wird und Angstgefühle gelindert werden – du wirst insgesamt ausgeglichener, zufriedener und selbstsicherer. Auf diese Weise macht Sport glücklich.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse haben ergeben, dass außerdem auch sogenannte Atriale Natriuretische Peptide (ANP) eine wichtige Rolle für das Glücksempfinden beim Sport spielen. Diese werden bei körperlicher Anstrengung im Herzmuskel produziert. Sie senken den Blutdruck und lindern ihrerseits Angstgefühle.

Anhand von Forschungsgruppen konnte außerdem ein durch Sport erhöhtes Vorkommen sogenannter BDNF (englisch: „Brain-Derived Neurotrophic Factor“) nachgewiesen werden. Die Funktion dieses Proteins stammt noch aus den Urzeiten des Menschen. Zu Beginn der Jagd wurden durch das Ansteigen des Herzschlags dem Körper zunächst Stress und Anstrengung signalisiert. BDNF diente nun dazu, das Gehirn vor diesem Stress zu bewahren.

Die exakt gleichen Vorgänge im Körper finden statt, wenn du mit deiner Trainingseinheit beginnst. Dein Körper schüttet Botenstoffe aus, die auch noch lange nach dem Training im Gehirn aktiv bleiben und so für Wohlbefinden sorgen. BDNF nimmt neben der schützenden auch eine reparative Funktion ein. Es unterstützt die Neuronen im Gehirn dabei, sich neu zu verkoppeln. Auf diese Weise werden neue neuronale Strukturen geformt und eingefahrene Gedankengänge aufgebrochen, ja sogar neue, gesündere Verhaltensweisen antrainiert. Dies ist der Grund, warum Sport auch in Kombination mit Verhaltenstherapien zum Einsatz kommt.

Untermauert werden konnten diese Erkenntnisse mit einer wissenschaftlichen Studie, die von Dr. C. Hillmann an der Universität von Illinois durchgeführt wurde. Zwei Gruppen von zehnjährigen Kindern mussten vergleichbare Tests absolvieren. Eine Gruppe wurde gebeten, vor dem Test eine 20-minütige Sporteinheit auf dem Laufband durchzuführen. Das Ergebnis war aufschlussreich: die Kinder, die im Vorhinein Sport getrieben hatten, schnitten beim Test im Durchschnitt besser ab als diejenigen ohne körperliche Betätigung. Durch das BDNF waren die Gehirne der sportlichen Gruppe einfach aktiver geworden.

Ein weiterer Faktor, der zum Wohlbefinden nach sportlicher Aktivität beiträgt ist das Endorphin. Dieses Hormon sorgt, ähnlich wie BDNF und ANP für eine Senkung des Stresslevels im Gehirn. Endorphine dienen außerdem dazu, die Schmerzgrenze zu senken, wodurch ein eventuell auftretendes Unwohlsein oder Muskelschmerzen während des Sports ausgeglichen werden. Je nach Dauer und Intensität des Trainings können Endorphine sogar in solchem Maße ausgeschüttet werden, dass regelrechte Glücksgefühle entstehen.

In weiteren Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass auch ein gleichmäßiger Rhythmus, wie er etwa beim Laufen entsteht, positive Auswirkungen auf die Psyche haben kann. Der berühmte „Runner’s High“, ein rauschähnlicher Zustand des „Flows“, von dem viele Langstreckenläufer berichten, könnte auch durch eben diesen wiederkehrenden Rhythmus ausgelöst werden. Wenn du regelmäßig eine längere Strecke läufst, wirst du es mit großer Wahrscheinlichkeit selbst erleben: Probleme und Sorgen, die dich sonst stark beschäftigen, werden nach dem Sport nicht mehr so negativ wahrgenommen und erscheinen plötzlich lösbar. Du wirst entspannt und optimistisch. Aufgrund all dieser komplexen körperlichen Zusammenhänge macht Sport glücklich, und das auf ganz natürliche Weise.

Seit einigen Jahren wird körperliche Bewegung auch gezielt bei der Therapie von Menschen mit psychischen Erkrankungen eingesetzt. Im Gehirn wirkt Sport wie eine schwache Droge oder ein leichtes Antidepressivum. In einer amerikanischen Studie wurde festgestellt, dass regelmäßiges körperliches Training einen vergleichbaren Heilungs-Effekt auf depressive Erkrankungen hatte wie eine Therapie mit Medikamenten. Betroffene berichten in zahlreichen Selbstversuchen, dass seit dem Training ihre Beschwerden deutlich gelindert werden konnten. Da bei Patienten mit Depressionen häufig ein gestörter Austausch von Botenstoffen im Gehirn vorliegt, kann dieser durch Bewegung in vielen Fällen wieder ausgeglichen und die Symptome gelindert werden.

Macht Sport glücklich? Auf die richtige Dosis kommt es an

Macht Sport glücklich? Ja! Aber wie oft solltest du nun zu den Laufschuhen greifen oder das Fitnessstudio besuchen? Natürlich gibt es hierfür kein allgemein gültiges Rezept. Amerikanische Forscher fanden jedoch heraus, dass schon eine halbe Stunde Joggen genügt, um die Konzentration von Endorphinen im Organismus zu steigern. Um den erhöhten Spiegel aller beteiligten Stoffe und „Glückshormone“ im Körper konstant zu halten, ist es wichtig, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Es muss nicht jedes Mal ein Halbmarathon sein, aber die Regelmäßigkeit macht’s. Auch wenn es dir am Anfang vielleicht noch schwer fällt, dich zur Bewegung zu motivieren, bereits nach wenigen Wochen wirst du merken, dass dein Körper sich an den Sport gewöhnt hat und sogar richtig danach verlangt. Die Frage „macht Sport glücklich?“ wirst du dir dann ganz klar selbst beantworten können.

 

 

 

 

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