Körperbautypen: Ektomorph, Endomorph und Mesomorph

Die Unterschiede bei den verschiedenen Somatotypen
Koerperbautypen Endomorph Mesomorph Ektomorph

Körperbautypen: Ektomorph, Endomorph und Mesomorph – William Herbert Sheldon, ein amerikanischer Mediziner und Psychologe, hat die Einteilung des Menschen in die Körperbautypen Ektomorph, Mesomorph und Endomorph erstmals spezifiziert.

 

Körperbautypen: Ektomorph, Endomorph und Mesomorph

Grundlage war die Entwicklung des sogenannten Keimblattgewebes. Dabei handelt es sich um die Innenschicht (Edoderm), die Mittelschicht (Mesoderm) und die Außenschicht (Ektoderm). Mittels Somatotyping war es möglich, dass die Stärken der ektomorphen, endomorphen und mesomorphen Merkmale herausgefunden werden konnten. Heute befassen sich vorwiegend Kraftsportler mit den Somatotypen; die unterschiedlichen Körperbautypen müssen natürlich richtig trainiert und gefördert werden, wobei es hier doch gravierende Unterschiede bei den Trainingseinheiten gibt, die unbedingt berücksichtigt werden müssen.

Die Ernährung spielt indes bei allen Somatotypen eine wichtige Rolle. Tolle Grundlageninformationen dazu findest du im Beitrag Abnehmen und Muskeln aufbauen

Der Ektomorph: Merkmale, Training, Ernährung

Der Ektomorph ist relativ schnell zu erkennen: Die Person ist dünn, groß, hat nur einen geringen Körperfettanteil und aber auch Probleme beim Aufbau von Muskelmasse. Zu den klassischen Merkmalen zählen:

  • kaum Körperfett
  • kaum Muskeln (Muskelvolumen, Muskeldicke)
  • groß
  • flache Brust
  • kleiner Brustkorb
  • schmale Schultern
  • lange und dünne Muskeln
  • H-Form bei Männern und Frauen
  • kurzer Oberkörper
  • lange Beine
  • lange Arme
  • schmale Hände
  • schmale Füße
  • dünne Haare
  • jugendliches Aussehen

Der Ektomorph sollte sich kalorienreich ernähren und vorzugsweise Lebensmittel konsumieren, die eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Noch wichtiger ist natürlich die Häufigkeit der täglichen Mahlzeiten. Wichtig ist, dass der Ektomorph seine Kalorien kontrolliert, sodass er genügend Nahrung zu sich nimmt und somit auch sein Ziel – den kontrollierten Aufbau von Muskelmasse – erreichen kann. Damit es aber nicht zu einem zu schnellen Kalorienverbrauch kommt, sollte der Ektomorph andere Aktivitäten zur Gänze wegfallen lassen. So sind energieverzehrende Aktivitäten wie Laufen, Tanzen oder auch körperlich schwere Arbeit zu unterlassen. Beim Training ist es ratsam, wenn der Ektomorph kurze und intensive Einheiten abhält.

Der Mesomorph: Merkmale, Training, Ernährung

Der Mesomorph stellt das männliche und weibliche Idealbild dar. Jene Athleten haben einen muskulösen Körper und haben zudem nur einen geringen Körperfettanteil. Der Muskelaufbau fällt leicht; die körperliche Struktur wirkt attraktiv und beeindruckend. Zu den klassischen Merkmalen zählen:

  • sehr muskulös
  • sportlich
  • kräftig
  • aufrechte Haltung
  • wirkt reif
  • sehr großer Brustkorb
  • sehr breite Schultern
  • schmale Hüften
  • V-Form (Männer)
  • X-Form (Frauen)
  • festes Haar
  • breites Kinn
  • dicke Haut
  • große Hände
  • große Füße
  • langer Oberkörper
  • geringer Fettansatz
  • gute Regenerationsfähigkeit

Mesomorphe Körperbautypen setzen nur wenig Fett an, wobei das bedeutet, dass sie keinen Freifahrtschein für ungesunde Nahrung haben. Natürlich können auch jene Körperbautypen, wenn sie eine ungesunde Ernährung aufweisen, Fett ansetzen. Wichtig ist, dass der Mesomorph hochwertige Lebensmittel konsumiert, sodass der Muskelaufbau gefördert wird. Wichtig ist, dass der Mesomorph beim Training Acht gibt: Viele Athleten gelangen in das sogenannte Übertraining; der Muskelaufbau stellt beim Mesomorph jedoch kein Problem dar, sodass er auch andere sportliche Aktivitäten absolvieren kann. Ratsam ist, wenn intensive und kurze Wiederholungen durchgeführt werden.

Der Endomorph: Merkmale, Training, Ernährung

Endomorphe Körperbautypen sind sogenannte Softgainer. Das sind Athleten, die relativ schnell Fett und Muskeln zulegen, jedoch oft das Problem haben, dass das Körperfett die gewonnen Muskeln verdeckt. Der Endomorph ist stämmig und eher rund. Zu beachten ist, dass der Endomorph zu den häufigsten Körperbautypen gehört. Da diese Athleten recht schnell an Muskelmasse zunehmen, müssen sie vor allem auf die Ernährung achten, damit sie die gewünschte Figur auch halten können. Zu den klassischen Merkmalen zählen:

  • eine weich erscheinende Muskulatur
  • großer Brustkorb
  • breite Schultern
  • schneller Muskelaufbau
  • gute Regenerationsfähigkeit
  • runde Erscheinung
  • kurze Arme
  • kurze Beine
  • rundes Gesicht
  • glatte Haut
  • kurzer Hals
  • breite Hüften
  • starke Fettspeicherung
  • viele Haare
  • klein
  • Probleme beim Gewichtsverlust

Jene Körperbautypen müssen die Kalorienzufuhr kontrollieren und Süßigkeiten, Zucker oder Fast Food von den Speiseplänen streichen. Wichtig ist, dass vorwiegend hochwertige Lebensmittel konsumiert werden, die den Endomorph mit genügend Nährstoffen versorgen. Bezugnehmend auf die Somatotypen mag der Endomorph zwar Vorteile genießen, ist aber – aufgrund der schnellen Zunahme von Fett – gefährdet, schnell übergewichtig zu werden. Wichtig ist, dass diese Somatotypen genügend Kraftsport machen, sodass der Stoffwechsel beschleunigt wird. Des Weiteren eignen sich auch andere Aktivitäten – so etwa Laufen, Schwimmen oder Radfahren.

Mischformen

Natürlich gibt es nicht nur den Ektomorph, den Endomorph und den Mesomorph: Folgt man den unterschiedlichen Angaben, so gibt es auch Mischformen und zahlreiche Untergruppen, die es mitunter auch schwer machen, dass der Athlet am Ende auch weiß, welcher Körperbautyp er tatsächlich ist. Doch auch wenn es Mischformen und Untergruppen gibt, so überwiegen am Ende doch jene Charaktereigenschaften des Körperbautyps, der besonders stark in den Vordergrund rückt.

Wer mit einem Training beginnen will, sollte daher zuerst die Frage beantworten, welche Körperbautyp gegeben ist und welche weiteren Ziele verfolgt werden sollten. Zu beachten ist, dass der Ektomorph ein klassischer Ausdauersportler ist, während der Mesomorph vor allem im Krafttraining beheimatet ist. Das bedeutet aber nicht, dass die Körperbautypen schon zu Beginn festsetzen, welche sportlichen Leistungen erbracht werden können und welche nicht.

Jeder Mensch kann, ganz egal, welchen Körperbautyp er hat, unterschiedliche Sportarten verfolgen; ratsam ist aber, dass die typischen Merkmale berücksichtigt werden, damit der Athlet auch auf die zahlreichen Tipps und Tricks eingehen kann. Nur so kann er am Ende auch sein gewünschtes Ziel verwirklichen.

 

 

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Spezielle Anatomie
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