Sportler*in sitzend auf dem Boden schnürt sich die Sportschuhe

Die Wortkreation Fitness Lifestyle scheint mittlerweile ein Begriff zu sein, den man allzu schnell verwendet, um modern und hip zu sein. Ein Blick in die diversen Instagram-Konten und YouTube-Kanäle genügt: Überall wimmelt es von Fitness „Lifestylern“. Was sich am Ende genau hinter dem Begriff verbirgt und was es bedarf, um wirklich fit zu sein, dass möchte ich in diesem Beitrag näher unter die Lupe nehmen.

Du liest gerade diesen Beitrag, also interessierst Du Dich anscheinend für das Thema Fitness oder möchtest gezielt etwas dafür tun. Das kann mehrere Gründe haben. Du hast Übergewicht, fühlst Dich energielos oder spürst das eine oder andere Zipperlein wie beispielsweise Rückenschmerzen oder Gelenkprobleme. Vielleicht möchtest Du auch einfach nur besser aussehen. Ein paar Kilogramm Muskulatur aufbauen oder gezielt an Deinem Sixpack arbeiten. Was auch immer Dein Ziel ist, Du wirst es nur erreichen können, wenn Du bereit bist, den Preis dafür zu zahlen. Und damit meine ich keinesfalls den Preis in Form von Geld, sondern den Preis im Hinblick auf Zeit, Geduld und Disziplin.

Verstehe mich nicht falsch, Geld spielt am Ende auch bei der Erreichung Deiner Fitnessziele eine Rolle. Egal ob es nun der Beitrag für den Verein oder das Fitness-Studio ist, oder das Budget für zusätzliches Fitness Equipment: Es wird Dich bares Geld kosten.

Fitness Lifestyle und die Ernährung

Weiterhin ist auch eine gesunde Ernährung mit einigen Kosten verbunden. Leider ist es in Deutschland mittlerweile so, dass Du für ungesunde Lebensmittel deutlich weniger Geld bezahlen musst, als für gesunde Lebensmittel. In der Folge kosten die Auswirkungen von Übergewicht und Diabetes und der damit einhergehenden Behandlung auch noch einmal richtig Geld. In diesem Fall das Geld der Allgemeinheit. Denn diese Kosten müssen von den Krankenkassen gestemmt werden. Wir erinnern uns: Die Kosten für die Krankenkasse müssen wir zu einem erheblichen Teil selber bezahlen. Steigen die Kosten langfristig für die Behandlung der Folgen von schlechter Ernährung an, steigen möglicherweise auch die Krankenkassenbeiträge. Da ist er wieder – der Kostenfaktor.


Das sieht lecker aus. Dennoch kosten gesunde Lebensmittel im Durchschnitt mehr, als ungesunde Lebensmittel. Der höhere Preis ist aber durchaus gerechtfertigt. Du erhältst Bio-Produkte oder unbehandelte Lebensmittel ohne künstliche Zusatzstoffe, aber mit hoher Nähr- und Wirkstoff Dichte.


Letztendlich ist die Ernährung auch ein wichtiger Eckpfeiler für Deinen Trainingserfolg. Denn nur aus der Nahrung kann der Körper die notwendige Energie beziehen, die benötigt wird. Wenn Du Muskulatur aufbauen möchtest, oder Fett reduzieren möchtest, oder mehr Kraft aufbauen möchtest, die Ernährung spielt eine wichtige Rolle dabei. Du solltest auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, die alle wichtigen Wirk- und Nährstoffe enthält.

Dein Ziel sollte sein, irgendwann einmal einen Ernährungsplan aufgestellt zu haben, der nicht nur das Frühstück, das Mittagessen und das Abendbrot erfasst, sondern auch alle Zwischenmahlzeiten. Die Mahlzeiten solltest Du zu festgesetzten Uhrzeiten zu Dir nehmen. Das gibt Deinem Körper die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen. Unser Körper liebt die Regelmäßigkeit! Für den kleinen Hunger zwischendurch sollten hochwertige Snacks bereitstehen. Wichtig ist, dass die Ernährung auf einer basischen Ernährungsgrundlage aufgebaut ist (Die Vorteile einer basischen Ernährung) und dass die Ernährung abwechslungsreich gestaltet ist. Du solltest zudem darauf achten ausreichend Wasser zu Dir zu nehmen (Flüssigkeitszufuhr beim Sport). Kaffee oder Tee bilden auch eine geeignete Alternative, wobei Kaffee nicht im übertreibenden Maße konsumiert werden sollte.

Die Ernährung ist ein sehr komplexes Thema, das in seiner gesamten Bandbreite den Rahmen dieses Beitrages sprengen würde. Daher verlinke ich hier einige relevante Blogbeiträge zu diesem Thema:

Fitness und Lifestyle: Erfahrung sammeln

Ja, Du hast richtig gelesen. Den Fitness-Lifestyle muss man erst lernen. Die Umstellung von einem normalen Lebensstil hin zu einem gesunden Lebenswandel geht nicht von heute auf morgen vonstatten. Wichtig ist, dass Du einfach anfängst und die kleinen Dinge änderst. Die Erfahrung zeigt, dass es besser ist, nicht alles auf einmal zu ändern. Und es ist auch nicht richtig, dass Du ein bestimmtes Datum für den Start benötigst. Am besten startest Du sofort. Ändere nur eine winzige Sache. Auf lange Sicht summiert sich das schon zu etwas Großem. So wird aus dem kleinen Schneeball langfristig eine Lawine. Ändere dann nach einigen Wochen noch eine weitere Angewohnheit. So kannst Du im Laufe der Monate und Jahre einen komplett neuen Menschen aus Dir machen, ohne die Brechstange hervorzuholen. Um auf die Fitnessschiene zu gelangen, musst Du nur einmal Deinen inneren Schweinehund überwinden und anfangen durchzustarten. Die Frage ist nur, warum überhaupt?


Beschwingt, fit und lebensfroh durch das Leben: Das ist der Lebensstil, von dem viele träumen. Aber Vorsicht: Gehe nicht zu offensiv an dieses Ziel heran. Mit kleinen Schritten, sogenannten Babysteps wirst Du wahrscheinlich am besten zurechtkommen.


Fitness-Lifestyle: Nur ein Trend?

Zuerst ist wichtig zu wissen, was der Fitness-Lifestyle überhaupt ist. Es bedeutet, dass Du durch verschiedene Maßnahmen ein gehobenes Fitnesslevel erreichst und dieses auch langfristig etablierst. Wichtig ist, dabei auf keinen Fall vom Weg abzukommen. Es ist erforderlich, nachhaltig und langfristig zu denken. Das Motto muss sein, weg von den Diäten und Hau -ruck Programmen zu kommen und kontinuierlich in kleinen Schritten, ein Leben lang dabei zu bleiben. Es wird der Punkt kommen, an dem Dir Dein neuer Lebenswandel in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das wird vor allem dadurch befeuert, dass Du spürst, wie es Dir einfach besser geht.

Lebensstil heißt aber auch, dass sich Deine Aktivitäten und Handlungen durch fast alle Lebensbereiche ziehen. Mit dem Gang ins Fitnessstudio ist es auf lange Sicht nicht getan, obwohl es schon einmal ein sehr guter Anfang wäre.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Schlaf. Schlafmangel ist der Energiekiller Nummer 1 während des Tagesverlaufes (Schlafmangel erkennen). Du musst Deinem Körper ausreichend Schlaf gewähren, damit er sich nachts regenerieren und das Geschehene vom Tag verarbeiten kann. Außerdem solltest Du Dir einen festen Schlafrhythmus angewöhnen. Wenn sich Dein Körper nicht an eine bestimmte Schlafzeit gewöhnen kann, wird die Schlafqualität definitiv darunter leiden.

Du solltest Dir vorgegebene Zeiten festlegen, wann Du schlafen gehst und dazu die Dauer festlegen. Das solltest Du natürlich an Deinen Lebensrhythmus (Beruf und Privatleben) anpassen. Wichtig ist in allen Bereichen, eine Struktur zu schaffen. Ein fester Rhythmus in den verschiedenen Bereichen ist die Grundlage des Fitness-Lebensstiles.

Du solltest auch auf das Rauchen verzichten (Auswirkungen des Rauchens). Alkohol sollte auch eher im Schrank bleiben (Alkohol und Sport | Zwei Welten prallen aufeinander). Das soll aber nicht heißen, dass Du nicht auch mal feiern darfst. Aber alles in Maßen. Alkohol ist und bleibt immer noch ein Nervengift, was sich negativ auf den Körper auswirkt.

Dazu kommt noch, dass du versuchen solltest übermäßigen Stress auf der Arbeit oder in den eigenen vier Wänden aus dem Weg zu gehen. Stress wirkt sich langfristig negativ auf den Körper aus (Stressfaktoren erkennen).

Vorbereitung ist alles!

Bevor Du beginnst direkt in das nächste Fitnessstudio zu laufen und einen Jahresvertrag abschließt, rate ich Dir zu Geduld. Der erste Schritt wird nicht beim Sport absolviert, sondern lange vorher im Kopf. Um langfristig am Ball zu bleiben, ist es notwendig, dass Du Dir zunächst Gedanken dazu machst, wieso Du etwas ändern möchtest. Wenn Du das „Warum“ kennst, dann wirst Du richtig durchstarten können. Kläre also vorab folgende Fragen:

  • Wie beeinflusst das Ziel oder die neue Gewohnheit mein Leben positiv?
  • Was passiert, wenn ich die Gewohnheit nicht ändere? Wie wirkt sich das möglicherweise negativ aus?
  • Wie fühlst Du Dich, wenn Du Dein Ziel erreichst hast?
  • Was muss ich tun, um das Ziel zu erreichen?

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es darum sich seinen Ist-Zustand zu überprüfen. Wo stehe ich genau? Habe ich das Wissen, die Voraussetzungen, und die Rahmenbedingungen, um loszulegen? Wenn nicht, dann musst Du erst diese Baustelle bearbeiten. Hier kann professionelle Hilfe erforderlich sein. Nehmen wir einmal an, Du bist ein Neueinsteiger im Fitnessstudio und kennst Dich noch nicht wirklich gut aus. Dann suche Dir einen Bekannten, der ausreichend Ahnung von der Materie hat und Dir einen Trainingsplan erstellen kann. Ansonsten steht Dir der Fitnesstrainer des Studios sehr gerne zur Verfügung und wird Dir die wichtigsten Dinge beibringen. Gerade bei der richtigen Ausführung der Übungen sollte er ein Auge auf Dich werfen. Im Laufe der Zeit wirst Du immer mehr Wissen anhäufen und auch eigene Erfahrungen machen. Werde zum Experten, aber sei Dir bewusst, dass Dir dies nicht innerhalb weniger Tage gelingt.


Belastung und Erholung in einer ausgewogenen Kombination ist das Geheimnis für langfristige Trainingsplanung. Die Wissenschaft weiß, dass Fortschritte nicht während des Trainings, sondern in der Erholungsphase gemacht werden.


Danach ist die richtige Trainingsplanung und Steuerung wichtig. Das Problem bei der spontanen Planung der Trainingszeiten ist, dass man sehr schnell dazu neigt, dass Fitnessstudio zu vernachlässigen. Es gibt immer alternative Aktivitäten und die werden dann als Vorwand genutzt. Deshalb ist auch wichtig sich die persönlichen Fitnessziele immer vor Augen zu halten. Es ist ebenfalls wichtig, dass Du Dein Training richtig protokollierst. Und dann wäre da noch die Motivation. Sie darf unter keinen Umständen auf der Strecke bleiben. Vergesse nie: Das Leben besteht nicht nur aus Fitness allein. Genieße Dein Leben auch in den anderen Bereichen wie Liebe, Feiern, Urlaub und Hobby! Die Zeit ist kostbar. Genieße sie also in vollen Zügen.

Ziele, Verantwortung, Disziplin

Wie oben bereits erwähnt, ist es essenziell, dass Du Dir Ziele setzt. Sie dienen als Motivation-Stütze und Du kannst Dich an ihnen orientieren. Die Ziele sollten sich wie ein roter Faden durch Dein (Fitness)leben ziehen. Du kannst daran wachsen und kannst für Dich wichtige Meilensteine erreichen. Die Verantwortung für Deinen Körper hat dabei nur einer: Du selbst!

Durch einen strukturierten Alltag wirst Du auch geistig/psychisch auf eine neue Stufe steigen. Dein Körper ist letztendlich die Hülle Deines Ichs. Je stärker Deine Hülle ist, desto stärker wirst Du auch als Persönlichkeit. Du solltest Deinen Körper deshalb nicht wie unwichtiges Beigepäck im Leben behandeln, sondern ihm die entsprechende Fürsorge zukommen lassen. Um das Alles erreichen zu können, benötigst Du eine solide Portion Disziplin. Nur durch eine disziplinierte Herangehensweise kannst Du letztendlich Fitnessziele setzen und erreichen. Erreichst Du diese Ziele, dann bist Du motiviert, um weitere Meilensteine in Angriff zu nehmen. Je länger Du den Weg des Fitness-Lifestyles gehst, desto mehr wird Dir dies in Fleisch und Blut übergehen. Man könnte es mit einer Art Spirale vergleichen, die im Laufe der Zeit häufiger nach oben, denn nach unten zeigt. Der Fitness-Lifestyle bringt Dir also viel Positives in das Leben. Den Entschluss dies zu tun, muss aber von Dir selbst kommen und nicht durch einen äußeren Druck.

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