Abnehmen mit der Steinzeit Diät (Paleo)

Abnehmen mit der Steinzeit Diät (auch Paleo Diät genannt): Was weißt du über die Steinzeit? Vermutlich so viel oder so wenig wie jeder andere auch, der sich nicht etwa als Archäologe beruflich mit der Materie befasst. Lerne hier einen neuen Ernährungsansatz kennen, der genau aus dieser Zeit stammt!

Abnehmen mit der Steinzeit Diät: So geht es!

In der Altsteinzeit, einer Zeit, etwa 15.000 Jahre bis 2 Millionen Jahre in der Vergangenheit, lebten die Menschen noch als Sammler und Jäger. Ackerbau, Viehzucht oder die Veredelung von Nahrungsmitteln waren weitgehend unbekannt. Im Frühling, Sommer sowie Herbst wurden wild wachsende Früchte gesammelt sowie Wild erlegt. Im Winter war der Speiseplan der Natur stark zusammengestrichen und so bevorrateten sich die Steinzeitmenschen mit haltbaren Produkten wie Nüssen oder Früchten, die gelagert werden konnten. Das erlegte Wild ließ sich zumindest an den kalten Tagen leicht aufbewahren. Um ihren Nahrungsbedarf decken zu können, waren die Menschen der Altsteinzeit vermutlich Nomaden, die nur eine relativ kurze Zeit an einem Ort verweilten, bis dessen Nahrungsreserven erschöpft waren. Zudem folgten die Familienverbände den Zugtieren, um an frisches Fleisch zu gelangen.

Abnehmen mit der Steinzeit Diät oder Paleo Diät bedeutet aber nun nicht, das du in die freie Natur umziehst, dir eine Hütte aus Ästen und Laub zusammen bastelst und versuchst, Beeren und Nüsse zu sammeln. Von der Jagd auf Rehe, Kaninchen oder Wildschweine ganz zu schweigen. Nein, Abnehmen mit der Steinzeit Diät ist eine Diät, die weitgehend auf dem damaligen Speiseplan basiert. Dieser Steinzeit-Speiseplan ist keineswegs so eng gestrickt, wie das zu vermuten wäre, denn im Abnehmen mit der Steinzeit Diät geht es ja nicht darum, nur die natürlichen Speisen einer einzigen Region zu Essen. Obwohl die Steinzeitmenschen Nomaden waren, erstreckten sich ihre Wanderungen zumindest hier in Mitteleuropa meist nur auf die Strecken, die die Wildherden der Rehe oder Karibus zurücklegten. Diese bewegten sich üblicherweise von den Winterweiden zu den Sommerweiden und zurück. Dabei hielt sich das regionale Angebot sehr in Grenzen. Beim modernen Abnehmen mit der Steinzeit Diät werden alle Regionen der Steinzeit mit einbezogen, vom Alpenvorland bis zur Küste. Folglich setzt sich das Abnehmen mit der Steinzeit Diät aus Wildfleisch, Meeresfrüchten, Fisch, Schalentieren, Obst, Eiern, Gemüse, Kräutern, Nüssen, Pilzen, Esskastanien und Honig zusammen. Eigentlich ist diese Aufzählung nicht ganz vollständig. Eine Nahrungsquelle, die früher durchaus zum Speiseplan gehörte, findet sich heute zumindest in Mitteleuropa nur noch unter der Kategorie „exotische Speisen“. Es handelt sich um Insekten, Larven und Maden. Früher eine wichtige Proteinquelle für die Menschen und auch heute noch sind frittierte Insekten auf verschiedenen asiatischen Märkten völlig normal. Diese Nahrungsergänzung im Zuge des Abnehmen mit der Steinzeit Diät muss aber nicht unbedingt sein. Verzichten musst du trotz des reichhaltig erscheinenden Angebots trotzdem auf vieles, denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Abnehmen mit der Steinzeit Diät: Das darfst du essen!

Bei dieser speziellen Ernährungsform darfst du keine handwerklich oder industriell verarbeiteten Lebensmittel essen. Auch keine Lebensmittel, die es früher noch gar nicht gab oder die nur durch Verarbeitung genießbar sind wie etwa Oliven. Diese Liste ist nun wesentlich länger als die obige und umfasst so tolle Dinge wie frisches Brot oder Brötchen, Nudeln, Reis und natürlich auch keinen Zucker oder etwa ein Steak vom Angus-Rind mit Kräuterbutter. Butter ist ein gutes Stichwort, denn die Fette und Öle sind beim Abnehmen mit der Steinzeit Diät etwas umstritten. Die eine Partei verzichtet nur auf Fette und Öle aus Pflanzen, die damals für die Ölgewinnung nicht genutzt wurden wie Oliven, Mais oder Erdnüsse, die andere Partei verzichtet vollkommen auf alle industriell verarbeiteten Öle. Ein Hinweis auf die Wirksamkeit der Steinzeitdiät oder auch Paleodiät ist das Verhältnis der Fettsäuren in unseren modernen Körpern und denen unserer Vorfahren. Die Menschen der Altsteinzeit besaßen einen Fettsäureanteil von 1: 3 bis 5.Wir hingegen bewegen uns bei 1: 15 bis 20.

Erstmalig verwendet wurde der Begriff Steinzeitdiät im Jahr 1975 in einem Buch von Walter L.Voegtlin. Eigentlich müsste es Altsteinzeitdiät heißen, denn im Neolithikum oder der Steinzeit wurden die Menschen langsam sesshaft. Im davor bestehenden Paläolithikum waren die Menschen fast ausschließlich Nomaden. Darauf weist auch der englische Begriff Paleo-Diet hin.

In der Theorie zum Abnehmen durch die Steinzeit Diät wird zugrunde gelegt, das die Menschen vor der Sesshaftigkeit und der Verarbeitung von Lebensmitteln gesünder waren und typische Zivilisationskrankheiten wie Fettsucht oder Zuckerkrankheit nicht kannten. Demnach sind unsere Körper genetisch der Zivilisationskost nicht angepasst. Dieser Theorie wird aber in der Form widersprochen, dass Wissenschaftler im Laufe der letzten 10.000 Jahre mehr als 700 genetische Veränderungen am Menschen feststellten. Außerdem sind die Behauptungen zur besseren Gesundheit der Nomaden gegenüber sesshaften Menschen nicht wirklich belegt und besitzen eine ganze Reihe von Unsicherheitsfaktoren.

Wenn sich der Speiseplan aus Wild, Fisch, Früchten und Gemüsen in der Altsteinzeitdiät doch recht vielversprechend anhört, die Getränkekarte tut es nicht. Erlaubt ist nur Wasser und nicht gezuckerter Kräutertee. In der Rubrik Ernährung gibt es viele weitere Beiträge zu diesem Thema!

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