Warum Aminosäuren die Bausteine des Lebens sind

Warum Aminosäuren die Bausteine des Lebens sind: Hast du dich schon einmal gefragt, wieso du ständig müde bist, eine depressive Stimmung an den Tag legst oder du dich einfach so gar nicht für den Sport motivieren kannst? Dies kann die Folge von Stoffwechselstörungen sein, die dadurch entstehen, dass dem Körper nicht genügend Aminosäuren zur Verfügung stehen.

Warum Aminosäuren die Bausteine des Lebens sind!

Es scheint also wichtig zu sein, dass Du dich richtig ernährst und dir bewusst wird, warum Aminosäuren so bedeutsam für Sportler sind. Aber nicht nur als Sportler profitierst du davon.
Warum Aminosäuren so wichtig sind, lässt sich einfach beantworten. Sie sind Bestandteile des menschlichen Körpers und die kleinste Bausubstanz der Proteine. Genauer gesagt gibt es 20 sogenannte proteinogene Aminosäuren aus, denen sich die Proteine zusammensetzen. Ohne Aminosäuren funktioniert in unseren Körpern rein gar nichts. Gesunde Zähne, Haare und Nägel verdanken wir den positiven Wirkungen der Aminosäuren auf unseren Stoffwechsel. Gesteigerter Muskelaufbau und schnellere Erholung sind Gründe, warum Aminosäuren für jeden Fitness-Begeisterten unverzichtbar sind.

Warum Aminosäuren: Essenzielle und nicht-essenzielle Aminosäuren

Es wird unterschieden zwischen essenziellen, semi-essenziellen und nicht-essenziellen Aminosäuren. Sogenannte essenzielle Aminosäuren sind für den Menschen lebensnotwendig. Da der Körper sie jedoch nicht selbst herstellen kann, musst du sie durch die Nahrung aufnehmen. Enthalten sind essenzielle Aminosäuren vor allem in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Eiern, Milch, Fleisch und Fisch. Neben einer ausreichenden Zufuhr von Aminosäuren ist es auch wichtig, sie in einem ausgewogenen Verhältnis zu konsumieren. Beste Wirkungen erzielst du, wenn du verschiedene Eiweißquellen (pflanzlich oder tierisch) mit Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln oder Reis kombinierst.

Essentielle Aminosäuren:

  • L-Isoleucin
  • L-Leucin
  • L-Lysin
  • L-Methionin
  • L-Phenylalanin
  • L-Threonin
  • L-Tryptophan
  • L-Valin

Semi-essenzielle, die bedingt lebensnotwendigen Aminosäuren, müssen nur in bestimmten Situationen aufgenommen werden. Dazu zählt beispielsweise L-Arginin, das das Wachstum anregt, den Muskelaufbau fördert und allgemein als Wachmacher bekannt ist. Für Sportler sind daher viele semi-essenzielle fast schon essenziell.

Semi-essenzielle Aminosäuren:

  • Arginin
  • Asparagin
  • Cystein
  • Glutamin
  • Glycin
  • Prolin
  • Tyrosin

Nicht-essenzielle Aminosäuren werden vom Körper selbst hergestellt oder durch Heranziehung von anderen Aminosäuren produziert.

Nicht-essenzielle Aminosäuren:

  • L-Alanin
  • L-Arginin
  • L-Asparagin
  • L-Cystein
  • L-Glycin
  • L-Histidin
  • L-Serin
  • L-Tyrosin

Warum Aminosäuren empfehlenswert für Sportler sind
Während des Trainings kommt es zu Beschädigungen des Muskels, was sich durch Muskelkater bemerkbar macht. Nach dem Training – in der Regenerationsphase – hat der Körper einen erhöhten Bedarf an Aminosäuren, damit das Muskelwachstum angeregt wird und sich der höheren Belastung angepasst wird. Ebenso kommt es bei einer unzureichenden Versorgung mit Aminosäuren zu einem Zustand des Muskelabbaus.

Warum Aminosäuren für dich wichtig sind und um welche es sich dabei handelt!
BCAA (Branched-chain Amino Acids)
Als BCAAs werden die verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin bezeichnet. Es handelt sich hierbei um essenzielle Aminosäuren. Das heißt, dass der Körper sie nicht selbst produzieren kann und sie somit durch die Nahrung aufgenommen werden müssen. Proteinhaltige Lebensmittel enthalten reichlich BCAAs. Vor allem Rind (ca. 1690 mg je 100 g) und Lachs (ca. 1615 mg pro 100 g) sollte auf Deinem Speiseplan stehen. Im Unterschied zu anderen Aminosäuren werden die BCAAs in den Muskeln und nicht in der Leber verstoffwechselt. Dadurch stehen die BCAAs dem Muskelgewebe direkt zur Verfügung und versorgen die Muskeln mit Energie.
Für Kraft- und Ausdauersportler sind BCAAs daher vorteilhaft, da der Muskelaufbau verbessert und die Muskelermüdung hinausgezögert wird. Verschiedene Studien fanden zudem heraus, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der täglichen Versorgung mit BCAAs und dem Nicht-Auftreten von Fettleibigkeit gibt.
Und auch wenn du mal vielleicht keinen Sport treibst und dich fragst, warum Aminosäuren dann wichtig sind, kann ich dir sagen, dass BCAAs allgemein deine Hirnleistung verbessern und dein Wohlbefinden erhöhen.
Wer keine extra Kalorien zu sich nehmen will, kann auch zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. BCAAs gibt es sowohl als Pulver als auch in Kapselform.

Glutamin
Glutamin ist eine nicht-essenzielle Aminosäure. Aufgrund der vielen Stoffwechselprozesse, an denen die Aminosäure beteiligt ist, weist sie eine sehr hohe Konzentration im Körper auf. Der Glutaminbedarf ist am höchsten bei starker körperlicher Verausgabung und hoher geistiger Aktivität. Es ist dann sinnvoll Glutamin zu sich zu nehmen, da der Körper nun das Zellvolumen vergrößert. Der Körper nimmt dies als Anreiz wahr, mehr Protein und Glykogen zu bilden. Die Folge ist, dass die Muskelzellen leistungsfähiger werden. Glutamin fördert somit den Muskelaufbau und verkürzt zudem die Regenerationszeit.
Des Weiteren trägt Glutamin zu einer jungen, straffen Haut bei und ist enorm wichtig für den Haaraufbau.
Speziell in Milchprodukten wie Joghurt oder Quark ist reichlich Glutamin enthalten.

L-Carnitin
L-Carnitin ist eine Eiweißbindung bestehend aus den Aminosäuren Methionin und Lysin. Carnitin zählt zu den nicht-essenziellen Aminosäuren. Es übernimmt wichtige Funktionen im menschlichen Organismus. Zum Beispiel regt es die Verbrennung von Fettsäuren an, woraus letztendlich Energie gewonnen wird. Weiterhin hat es einen positiven Effekt auf die Ausdauerleistung. Menschen, die joggen oder einen Marathon laufen, wissen von dieser Wirkung. Aber Carnitin hilft auch beim Muskelwachstum und gegen Antriebslosigkeit. Im Durchschnitt nehmen wir etwa 100-300 Milligramm L-Carnitin durch unsere Nahrung auf. Lamm zählt zu den top Carnitin-Lieferanten, daneben weisen aber auch Reh, Rind und Schwein einen großen Anteil dieser Aminosäure auf.

Fazit
Nun weißt du, warum Aminosäuren so wichtig für dich als Sportler sind und warum sie auf keinen Fall in Deiner Ernährung fehlen sollten. Wenn du weiterhin konstant Muskeln aufbauen willst und auch geistig voll bei der Sache sein willst, führt kein Weg an Aminosäuren vorbei. Bevor du an Nahrungsergänzungen denkst, sollte dir aber klar sein, dass eine ausgewogene Ernährung, die deinen Grundbedarf an Aminosäuren deckt, die Basis sein sollte.

 

 

2 KOMMENTARE

  1. Umfassender Artikel über Aminosäuren. Besonders Vegetarier und Veganer sollten aufgrund der Fleisch und/oder Fischabstinenz auf eine ausgewogene Aufnahme von Aminosäuren achten. Reis und Erbsenprotein können hier eine Möglichkeit sein.

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