Group Fitness | Gruppendynamik der Spitzenklasse!

Group Fitness gibt es mittlerweile seit etlichen Jahren. So richtig startete der Boom in den 80ern durch. Jane Fonda und Sydney Rome lassen grüßen! Es ist kaum verwunderlich, dass...

Group Fitness gibt es mittlerweile seit etlichen Jahren. So richtig startete der Boom in den 80ern durch. Jane Fonda und Sydney Rome lassen grüßen! Es ist kaum verwunderlich, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt, aber dabei erheblich professioneller geworden ist.

Group Fitness Teilnehmer

Group Fitness | Was ist das?

Group Fitness ist ein Training, welches in der Gruppe ausgeführt wird. Normalerweise wird die Stunde von einen Kurstrainer oder Group Fitness Trainer gehalten. Dieser gibt die Übungsfolgen per verbaler oder visueller Anweisung vor und die Teilnehmer setzen diese um. Dabei korrigiert der Trainer nicht nur die Fehler, die gemacht werden, sondern fungiert auch noch als Motivator und Animateur. Es gibt unzählige Formate, hier eine kleine Auswahl:
– Aerobic | Dance Aerobic | Fatburner
– Step Aerobic
– Hip Hop | Streetdance
– Latin | Zumba | Bokwa
– Bodytoning | Functional Training | Intervalltraining
– Bodypump
– Indoorcycling
– Aquafitness
– Pilates | Yoga | Wirbelsäulengymnastik
etc.

Das Kurssystem hat sich seit seinen Anfängen deutlich verändert und professionalisiert. Gleichzeitig ist es viel spezifischer geworden. Fasste man früher noch alles unter dem Begriff „Aerobic“ zusammen, so gibt es heute Dutzende von Untergruppierungen. Auf diese im einzelnen einzugehen, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Ausbildungssysteme für die Group Fitness

Mit der Professionalisierung stieg auch das Interesse an qualifizierten Weiterbildungen für diesen Bereich. Es entstanden immer mehr private Weiterbildungs-Institute, die Seminare, Workshops und Ausbildungen für alle möglichen Trends und Kursformate anboten. Und um es vorweg zu sagen: Eine vernünftige Grundlagenausbildung (häufig auch B-Lizenz oder Group Fitness Instructor gennant) ist ein absolutes „Muss“ für dich als zukünftigen Kurstrainer. Neben dieser Grundlagenausbildung gehört nach einer gewissen Zeit auch. dass du dich in einem bestimmen Bereich spezialisierst.

Anforderungen an den Group Fitness Trainer

Früher war der Kurstrainer oft verschrien als Animateur, der einfach nur die Teilnehmer unterhalten sollte. Dies hat sich glücklicherweise total geändert. Mittlerweile bist du als Group Fitness Instructor Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Training. Oft fehlt den Kurstrainern jedoch das Wissen aus den Bereichen Anatomie, Trainingslehre und auch Enährung. Sei anders! Deshalb solltest du dir als ambitionierter und ernsthaft interessierter Kurstrainer dieses Wissen aneignen. Glücklicherweise gibt es mittlerweile gute Grundausbildungen, die vor allem die Themen Trainingslehre und Anatomie direkt mit abdecken.
Als Group Fitness Trainer musst du ebenfalls in der Lage sein, zu jeder Zeit die Musik in ihrem Aufbau zu verstehen (Stichwort Musiklehre) und diese im Kurs bewusst als Motivationswerkzeug einzusetzen. Du musst viele Dinge im Kurs gleichzeitig machen: Kommandos genau zur Musik geben, die Gruppe motivieren und Fehler bei den Kursteilnehmern sehen und korrigieren. Das erfordert Erfahrung, die du aber automatisch im Laufe der Zeit bekommst. Erst wenn du es geschafft hast, nicht mehr über die Musik und die Kommandos nachdenken zu müssen, kannst du dich wirklich um die Gruppendynamik kümmern. Setze also am Anfang deiner Group Fitness Karriere den Fokus auf das Erlernen des Musikbogens und der Kommandos. Bald schon wirst du dies unbewusst machen. Es ist ungefähr so wie beim Autofahren: Lenken, Schalten, Spiegelblick und Verkehrszeichen beachten sind in deiner ersten Fahrstunde die Hölle. Bald aber wirst du nicht mehr darüber nachdenken, weil diese Aktionen vom Unterbewusstsein übernommen werden.

Group Fitness liegt voll im Trend - Hier: Step Aerobic

Group Fitness | Cueing und Verhaltensmuster

Du solltest dein eigenes Verhalten vor der Gruppe immer wieder auf den Prüfstand stellen. Wie sieht es mit deiner Körperspannung aus? Bewegst du deine Arme wirklich über den gesamten Bewegungsradius? Sind deine Bewegungen sauber? Mein Tipp: Lass dich von Zeit zu Zeit mal mit der Kamera aufnehmen. Du wirst staunen, welche Muster sich im Laufe der Zeit in deinen Unterrichtsstil eingeschlichen haben. Ist dein Cueing (verbale Ansprache) deutlich und laut? Verwendest du möglicherweise unverständliche „Instruktoren Floskeln“ wie z.B. „Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule“ oder „Das Becken kippen“? Auch wenn es für dich klar ist, was gemeint ist, so kann Frau Edeltraud damit aber möglicherweise gar nichts anfangen. Ist deine Stimme zu schnell? Zu leise? Versuche dein eigenes Verhalten mal dahingehend zu untersuchen. Versuche deine Stimme professionell einzusetzen. Durch gezielte Modulation bist du in der Lage, energisch, ruhig, fordernd oder auch motivierend zu wirken. Spiele mit diesen Elementen!
Wie reagierst du auf Stressfaktoren? Nehmen wir an, dein Studio-Boss nimmt an der Stunde teil. Kannst du mit dieser Situation umgehen? Versuche in einer solchen Situation jetzt bloß nicht, ein komplett neuer Instruktor zu sein. Sei du selbst. Deine Hausaufgaben im Hinblick auf „Group Fitness Instructor Qualitäten“ solltest du schon lange vorher erledigt haben. Kannst du mit Kritik im Kurs umgehen? Du denkst, alle Kursteilnehmer lieben dich? Na, nicht ganz! Du wirst es nicht jedem Recht machen können. Wende am besten die 75% Regel an: Alles was du tust im Hinblick auf Verhalten, Kursinhalte und Musikauswahl sollte 75% der Gruppe gefallen. Damit wirst du auf lange Sicht einem breiten Publikum gefallen. Alle anderen werden sich möglicherweise einen anderen Kurs suchen. Baue dir deine eigene Fangemeinde auf einer breiten Basis auf. Auch wenn es hart klingt: Dein Kurs wird nur überleben, wenn genügend Kursteilnehmer dabei bleiben.

Group Fitness | Face to Face? Oder doch nicht?

Eine der am häufigsten diskutierten Fragen unter den Group Fitness Experten ist, ob man mit dem Gesicht zur Gruppe (Face to Face), mit dem Gesicht zum Spiegel (Face to mirror), oder mitten in der Gruppe arbeiten soll. Ich sage: Nutze alle drei Möglichkeiten! Es ist unumstritten, dass du den direkten Draht zur Gruppe, oder auch zu einem einzelnen Teilnehmer nur bekommst, wenn du ihr/ihm direkt in die Augen schaust. Genauso unumstritten ist aber auch, dass Teilnehmer einer Chorografie besser folgen können, wenn du ihnen den Rücken zudrehst. Drehungen und auch Raumrichtungen sind beispielsweise auf diese Art und Weise viel schneller von den Group Fitness Teilnehmern zu erfassen. Stehst du hingegen in der Gruppe, dann wirkt deine Präsenz dort noch einmal motivierend. Es zeigt deinen Leuten, dass du zu ihnen gehörst. Du befindest dich sozusagen auf Augenhöhe mit ihnen. Mir fällt immer wieder auf, wie die Schritte, Bewegungen und Ausführungen der Übungen bei den Group Fitness Teilnehmern um ein vielfaches besser wird, wenn ich mitten im Geschehen stehe. Bei der Variante „Face to Face“ solltest du dann aber auch versuchen, direkt einzelne Personen anzusprechen. Suche dir die wichtigsten Persönlichkeiten in der Gruppe heraus und mache sie zu deinen Verbündeten.

Group Fitness | Persönlichkeiten in der Gruppe?

Was meint der Alex denn jetzt damit schon wieder? Ganz einfach: In jeder Gruppe (Ansammlung von Menschen) gibt es bestimmte Charaktere. Eigentlich ist dieses Thema eine Wissenschaft für sich. Aber die wichtigen Charaktere in deiner Group Fitness Klasse findest du sehr schnell:

1. Der/die formelle Wortführer(in)
Zeichnet sich dadurch aus, dass er/sie sehr häufig im Namen der Gruppe spricht und meistens in der ersten oder zweiten Reihe steht.

2. Der/die Beliebteste
Ist jemand, den fast alle gerne haben. Diese Person zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie weder ruhig, noch laut oder sehr auffällig wäre. Sozusagen: Everybody’s Darling

3. Der/die Fleissigste
Steht oft eher außen oder hinten, weil er/sie einfach nur das Programm perfekt abspulen möchte. Er/sie  macht die Übungen äusserst korrekt und gewissenhaft und dient vielen anderen als Vorbild

4. Der/die Querolant(in)
Hat an allem was auszusetzen und zeigt dies auch. Es ist zu kalt, zu heiß, die Übung ist schlecht, das Studio das allerletzte und die Beiträge sind auch schon wieder erhöht worden. Ihr wisst, worauf ich hinaus möchte.

Group Fitness - Mit Gruppendynamik geht vieles einfacher

Und jetzt kommt es: Finde diese Charaktere und sprich jeden dieser Teilnehmer in der Position „Face to Face“ oder mitten in der Gruppe mindestens einmal gezielt an. Frage gezielt nach deren Befinden, erkundige dich, wie die letztens noch besprochene Familienfeier war etc. Ein Tipp von mir: Lächel einen/eine Teilnehmer(in) auch mal an. Das ist eine Zauberformel, die immer noch funktioniert. Jeder Mensch wird gerne angelächelt. So einfach kann Gruppendynamik sein. Auch wenn du es nicht glauben willst: Wenn du diese vier Personen auf deiner Seite hast, dann hast du gewissermaßen die ganze Gruppe auf deiner Seite. Probiere es aus, aber sei geduldig mit dir selbst.

Weiterhin solltest du deine Group Fitness Kunden auch als Gruppe mal ansprechen. Schaffe ein „Wir“ Gefühl. So nach dem Motto: „Jetzt werden wir mal gemeinsam an unserem Sixpack arbeiten!“. Ebenfalls ein gutes und dynamisches Element ist das Runterzählen: Zähle beispielsweise die letzten acht Wiederholungen einer Übung zusammen mit deinen Sportfreaks herunter. Das fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Group Fitness | Was, wenn es nicht so läuft wie geplant?

Lass den Kopf nicht hängen. Nicht jede Kursstunde wird ein Volltreffer werden. Selbst Top Instruktoren haben mal einen schlechten Tag. Wenn ich das Gefühl habe, dass ein Kurs nicht so toll gelaufen ist, spreche ich meine Leute gezielt darauf an. Meistens empfinden diese das dann gar nicht so wie ich. Und außerdem: Du bist ja schließlich auch nur ein Mensch. Lege alles unter dem Ordner „V“ wie vergessen ab und konzentriere dich auf deine nächste Klasse. Dort wirst du es wieder besser machen. Bleib motiviert und am Ball.

Group Fitness | Was ist sonst noch wichtig?

Sei immer offen für Kritik und Anregungen, aber lasse keinen Zweifel daran, dass du der Chef im Ring bist. Group Fitness Teilnehmer werden gerne geführt. Sie fühlen sich in der Gruppe wohler, als auf der einsamereren Gerätefläche. Nimm deine Besucher an die Hand und führe sie durch das Programm.
Sprich immer positiv über andere, egal ob es dabei um den Studioinhaber, deinen Trainerkollegen oder um ein Studiomitglied geht. Säe Harmonie und du wirst Harmonie ernten. Sprich auch positiv über andere Kurse und besuche diese auch mal. Gerade unter den Trainern sollte schon eine gewisse Harmonie herrschen. Denn wenn das Fundament schon wackelig ist, wie sollen denn dann die Wände halten? Sei im Sinne deines Studiochefs ein wahrer Dienstleister, der alle Register im Hinblick auf die Gruppendynamik zieht. Denn geht es deinem Chef gut, dann geht es auch dir als Mitarbeiter gut. Lasse dich auch mal auf der Gerätefläche blicken und rekrutiere dort neue Kursteilnehmer. Du glaubst gar nicht, wieviel Potenzial dort schlummert.
Sei authentisch, liebe und lebe, was du tust! Trage diese Botschaft immer bei dir und zeige sie deinen Mitmenschen – Auch ausserhalb des Kursraumes.
Du glaubst gar nicht, wieviel hinter deinem Rücken über dich gesprochen wird. Warum also nicht auch ganz viel positives? Mache Marketing in eigener Sache, sei ein Fitnessfreak im positiven Sinne. Und ganz wichtig: Sei einzigartig! Es gibt dich nur einmal auf diesem Planeten. Suche deine Stärken und mache sie zu deinem Markenzeichen!

 

 

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Kategorie
Fitnesstraining allgemein
24 Kommentare zu diesem Beitrag
  • sandy
    22 April 2015 at 11:26
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    ich habe ein verständnisproblem bei folgendem schritt:
    ich mache z.b. 4x leg curl und darauf 1x leg curl repeater (4x).
    beim letzten leg curl hänge ich ja mit dem bein in luft, mache ich dann mit dem bein die repeater?

    • Alex Krauss
      22 April 2015 at 11:56
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      Hallo Sandy, die Leg Curl Repeater haben die selbe Bewegungsrichtung wie die Leg Curls (Hop Scotch). Taktschlag „8“ ist also in der Luft. Der erste Step auf den Boden ist dann wieder die „1“. Gruß Alex

      • sandy
        22 April 2015 at 12:18
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        das heisst aber wieder das gleiche bein (in der luft) macht den repeater?

        • Alex Krauss
          22 April 2015 at 13:02
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          Genau … Dabei ist es egal, ob du nun einen Kick, Hop Scotch (Leg Curl) oder Knee-Repeater machst ….

      • sandy
        22 April 2015 at 12:21
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        das heisst das bein (in der luft) macht denn den repeater???

        • sandy
          22 April 2015 at 12:21
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          was ist der unterschied zwischen einem repeater und einem double?

          • Alex Krauss
            22 April 2015 at 12:59

            Hey Sandy, bei einem traditionellen Repeater hast du drei Widerholungen auf einer Seite hintereinander, beim Double nur zwei. Aber eigentlich sind beide Varianten sogenannte Repeater. Mal mit 2, das andere mal mit 3 Repetitions 🙂

        • Alex Krauss
          22 April 2015 at 13:01
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          Das Bein ist bei einem Repeater 4 Curl auf Count 2, 4, 6 und 8 in der Luft. Auf Count 1 startest du und bei counts 3, 5 und 7 ist das Bein in der Luft

          • sandy
            22 April 2015 at 13:17

            danke für die schnelle antwort.

            manchmal versteht man nicht direkt alles was man vom trainer vorgesetzt bekommt 😉

            ich verstehe auch hier gerade die logik nicht, es soll ein automatischer fußwechsel stattfinden, nur wo:

            4x step touch
            2x grapevine
            4x leg curl
            1x leg curl repeater (4x)

            die 4x sind der gerade, ich dachte immer bei einer ungeraden zahl kommt ein automatischer fw?

          • Alex Krauss
            23 April 2015 at 10:10

            Hallo Sandy, die Step touches, Grapevines und Single Leg Curl sind alle rechts geführt und enden somit asymmetrisch. Du startest also dabei immer auf der „1“ der neuen Phrase mit rechts. Beim Leg Curl Repeater ist Count „8“ = „der vierte Curl) in der Luft. Alle 4 Curls des Repeaters finden ja mit dem linken Bein in der Luft statt. Der Repeater Curl hat also den Aufbau: 1) Schritt nach rechts (= Count 1) 2) Curl 1 (= Count 2), 3) Wieder zum Boden zurück (= Count 3) 4) Curl 2 (= Count 4) 5) Wieder zum Boden zurück (= Count 5) 6) Curl 3 (= Count 6) 7) Wieder zum Boden zurück 8) Curl 4 (= Count 8). Dann befindet sich das Bein also in der Luft. Es wäre also das linke Bein, welches dann den nächsten Schritt auf der „1“ der folgenden Phrase beginnt. Dadurch kommt der Seitenwechsel zustande. Die Curl Bewegung macht als immer dasselbe Bein. Ich habe auch ein Video dazu gemacht. Dort kannst du das deutlich besser verinnerlichen. Check it out … Gruß Alex

          • sandy
            23 April 2015 at 11:09

            wo finde ich das video?

          • Alex Krauss
            24 April 2015 at 08:50

            Hallo Sandy,

            dass Video, dass ich meinte, befindet sich im unteren Bereich des folgenden Beitrags: http://blog.sportlaedchen.de/musiklehre/aerobic-breakdowntechniken-aufbaumethoden/ Ich sehe nur gerade, dass ich dort gar nicht den Repeater 4 Leg Curl drin habe. Der Repeater 4 Curl ist aber von der Art genauso, wie der Double Hop Scotch, nur dann halt mit „4“ Curls auf einer Seite. Im Video siehst du bei Double Hop Scotch, wie ich den nächsten Schritt gewissermaßen aus der Luft starte … Count 8 ist dann also in der Luft … Hoffentlich hilft dir das etwas weiter … Gruß Alex

  • Michelle
    14 April 2015 at 08:53
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    wie kommen die fitness leute eigentlich immer an die verschiedenen presenter jobs auf der fibo?

    • Alex Krauss
      14 April 2015 at 09:15
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      Hey Michelle, das geht oft nur über Beziehungen und lange Vorbereitung. Ein innovatives Fitness Konzept hilft dir da manchmal weiter. Oder besondere Fähigkeiten beim präsentieren. Ich hatte selbst mal eine kurze Erfahrung damit und es war nicht wirklich lukrativ. Die lange Vorbereitungszeit für eine Masterclass rechnet sich nicht in Bezug auf das Honorar (auch wenn diese relativ hoch sind). Wenn du dann nur eine oder zwei Veranstaltungen pro Jahr hast, ist das allenfalls ein Nullsummenspiel. Wenn du dies dennoch vorhast, dann spezialisiere dich auf einen Bereich und werde „Bombe“ darin. Dann solltest du bei kleineren Veranstaltungen frühzeitig anfragen, ob Interesse an einer kostenlosen Newcommer Stunde besteht. Ein Video mit Auszügen deiner Fähigkeiten hilft weiter. Du fängst also ganz unten an. Es ist knallhart und gnadenlos. Nur ganz wenige können davon leben. Manchmal ist es einfach besser, sich mit den Stunden in den umliegenden Studios zu begnügen und zu wissen, was man hat. Aber das ist nur meine eigene Meinung 🙂

  • Michelle
    13 April 2015 at 09:17
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    Hallo Alex,

    ich habe mal eine fachmännische Frage an dich. In meinen Kursen nutze ich blaue Therabänder, nun nach einem halben Jahr sind die meissten kaputt und ich finde es auch lästig mit der Pflege etc. Nun überlege ich mir Tubes anzuschaffen, weil diese etwas stabiler sind. Es gibt aber soviele Sorten. Einmal die mit dem grauen geriffelten Überzug und die glatten Tubes. die grauen sind etwas länger, und die glatten kürzer, oder? Welche kommen dem Theraband näher, sodass man die klassischen TB Übungen machen kann?

    • Alex Krauss
      14 April 2015 at 08:31
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      Hallo Michelle, Therabänder sind durch ihre Beschaffenheit deutlich weniger robust, als die Tubes. Mit Schuhen solltest du ein Theraband beispielsweise gar nicht benutzen: Das würde dir nach wenigen Übungseinheiten einfach zerreissen. Jedoch ist das Theraband von seiner Handhabung in manchen Bereichen dem Tube vorzuziehen. Das Theraband kannst du besser justieren, wickeln und auch knoten. Das Tube dagegen ist langlebiger und bietet häufig auch den größeren Widerstand. Die beiden Griffe am Tube begrenzen dessen Einsatzmöglichkeiten. Dafür ist die Pflege des Tubes deutlich einfacher. Einen direkten Vergleich der Stärken ist fast unmöglich. Wenn du eine mittlere Stärke beim Theraband wählst, hast du viel weniger Widerstand, als bei einer mittleren Stärke beim Tube. Beim Tube solltest du dich von der Stärke also immer nach unten orientieren. In der Praxis eignen sich aus unserem Programm die gelben Tubes für das Training der Schulter- und oberen Rückenmuskulatur. Die mittleren sind perfekt für Bizep- und Trizeptraining. Das schwere Tube ist perfekt für Kniebeugen und Brusttraining. Du siehst: Nicht ganz so einfach! In den meisten Studios, in denen ich unterrichte, haben sich die grünen Tubes als der perfekte Kompromiss aus Widerstand und Haltbarkeit erwiesen. Vielleicht helfen dir meine Ausführungen etwas weiter. Gruß Alex

      • Michelle
        14 April 2015 at 08:42
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        danke Alex für deine schnelle antwort. was ist jetzt der unterschied zwischen den grauen bändern, die so geriffelt sind und den glatten tubes?

        • Alex Krauss
          14 April 2015 at 08:57
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          Du meinst wahscheinlich die, mit dem textil-ähnlichen Überzug: Die sollen einfach nur das Tube vor großem Abrieb schützen. Dadurch sind diese etwas langlebiger. Ist wie eine Art „Schützhülle“. Speziell wenn du mit Schuhen arbeitest, ist das von Vorteil. Darüberhinaus ist dieses spezielle Tube für Latex-Allergiker geeignet: Der direkte Hautkontakt mit dem Latexmaterial wird durch die Hülle vermieden. Und eine Sache noch: Das Band wird vor Überdehnung geschützt, da du es nur bist zu einer festen, durch die Hülle vorgegebenen Länge ziehen kannst. Hilft dir das weiter? Sonst: Einfach nochmal kurz schreiben … 🙂

  • michale
    28 Januar 2015 at 18:04
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    Hi, Alex! Wie machen das eigentlich die Fitness Trainer die Hauptberuflich arbeiten und fast jeden Tag Kurse geben einschl. Morgens und Abends. Wie geht das Körperlich? Gestalten die ihre Kurse gesondert damit es für den Körper nicht schädlich wird?

    • Alex Krauss
      29 Januar 2015 at 09:09
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      Als hauptberuflicher Fitness/Groupfitnesstrainer musst du eine Lösung dafür finden, ökonomisch alles unter einen Hut zu bekommen. Eine Variante ist beispielsweise, nicht alle Bewegungsmuster in der Stunde mitzumachen, sondern die Gruppe häufiger mal alleine arbeiten zu lassen und dich mehr auf den Part der Betreuung, Korrektur und Animation zu konzentrieren. Eine weitere Variante ist, deine Stundenformate etwas zu variieren. Also nicht nur die „Granaten-Kurse“ aka High Impact, Body attack und Co. zu machen, sondern auch mal Wirbelsäule, BBP, Entspannung, Yoga etc. Die ideale Kombination als hauptberuflicher Fitnesstrainer hast du meiner Meinung nach allerdings, wenn du die vielen Facetten der Branche abdecken kannst. Also einige Stunden als Trainer auf der Fit/Gerätefläche, Aerobic Koordination (Kursplanerstellung, interne Trainerweiterbildung, Kursvertretungssuche, Equipmenteinkauf- und Pflege, Planung von internen Events), eigene Kurse und möglicherweise Personal Training. Du siehst: Es gibt Möglichkeiten, das Berufsbild „Fitnesstrainer“ abwechlsungsreich und ökonomisch zu gestalten. Deshalb mein Tipp an dich, wenn du mit dem Gedanken spielst Fitness zu deinem Hauptberuf zu machen: Bilde dich in den verschiedensten Bereichen weiter und behalte jederzeit neue Trends im Auge! Denn: Der Bedarf der Studios an gut ausgebildetem, in allen Bereichen einsetzbarem Personal ist weiterhin groß. Gruß aus Köln Alex

  • Anja
    24 November 2014 at 10:38
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    Guten Morgen, ich habe mal eine Frage. Ich gehe schon ewig ins Fitnessstudio in NRW, mache diverse Kurse mit (BBP, Tabata, etc). Nun seit ein paar wochen gebe ich selber kurse. obwohl ich ja viele übungen in meinen besuchten kursen mitmache, bzw. kenne, muss ich mir in meinen kursen die ich gebe alles aufschreiben, bzw. auch wieder nachschauen, wegen haltung u durchführung. ist das normal? ich bewundere andere trainer die alles auswendig durchführen.

    • Alex Krauss
      24 November 2014 at 12:18
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      Hallo Anja, gerade zu Beginn deiner Groupfitness Trainer Karriere ist es normal, sich die Dinge aufzuschreiben. Auch ich habe heute noch immer einen Zettel dabei, der im Zweifel bereit liegt. Gerade bei komplexeren Stundenformaten ist das legitim. Du wirst aber auch sehen, dass du im Laufe der Monate und Jahre immer sicherer beim unterrichten werden wirst. Die meisten Trainer haben darüberhinaus bestimmte Sequenzen, Übungen oder Choreografieblöcke so verinnerlicht, dass sie diese schnell abrufen können. Selbst das verbale und nonverbale Cueing ist dann automatisiert. Bis dahin sei einfach geduldig und genieße die Gruppendynamik 🙂 Gruß Alex

  • Christina
    18 April 2014 at 01:14
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    Hallo Alexander, einen super Blog hast Du hier. Bin selbst seit Ende letzten Jahres Kurstrainer für BOP und Zumba und schaue seitdem öfters mal hier vorbei. Besonders Deine Tips in Bezug auf den Musikbogen waren ziemlich hilfreich für mich. Danke dafür. Auch in diesem Bericht hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen – Querolantinnen und Fleissige gibt’s immer:). Ansonsten unterichte ich meist Face-to-face, außer bei den ganz schwierigen & schnellen Zumba Schrittfolgen, da habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Teilnehmer wirklich besser mitkommen, wenn man das gleiche Bein benutzt wie sie…

    • Alex Krauss
      18 April 2014 at 10:18
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      Hey Christina, danke für dein Lob! Das motiviert mich total! Ich wünsche dir frohe Ostern 🙂

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