Blogbeitrag Musik Sport Leistung

Höhere Leistung durch Musik beim Sport

Musik und sportliche Leistungsfähigkeit

Es gibt seit Jahren vielfältige Studien, die sich mit der Wirkung von Musik beim Sport befassen. Läufer gehören dabei zu den beliebtesten Studienobjekten, weil sich hier der Einfluss auf die Leistungssteigerung am besten messen lässt. Entgegen ursprünglicher Annahmen wirkt sich Musik nicht nennenswert auf die Vorgänge im Körper aus. Es kommt zu keiner langfristigen Veränderung der Herzfrequenz oder Verbesserung der Sauerstoffaufnahme, die nicht ohne musikalische Begleitung auch vorhanden wären.

Was jedoch hinsichtlich Motivation Tipps sehr deutlich erkennbar wird, ist ein psychologischer Effekt, der für eine nachhaltige körperliche Reaktion sorgt. Ursache ist die Emotion, die beim Hören von Musik ausgelöst wird. Das geschieht vollkommen ohne Dein Zutun. Dein Körper reagiert während des Musikhörens durch eine Veränderung der Körperhaltung, der Hautatmung und des Muskeltonus.

Es ist das neurovegetative System (zuständig für die Steuerung der Prozesse des Körpers) das auf die musikalischen Reize reagiert. Beim Hören von Musik werden die Sinneszellen im Ohr über die Schallwellen stimuliert. Es erfolgt eine Weiterleitung der damit verbundenen Signale an Dein Gehirn. Die Lust auf Bewegung wird dabei ebenso aktiviert wie die entsprechende motivierende Emotion. Bei Läufern beispielsweise lässt sich die sportliche Leistung allein durch die Hinzunahme von Musik beim Training um einen Wert von 15 bis 20 Prozent steigern.

Abspielmöglichkeiten für Deine Musik

Wenn Du Motivation Tipps benötigst und Dir Musik zusammenstellst, die Dich beim Sport begleitet, ist eine gut durchdachte Playlist hilfreich. Die Stücke sollen Dir helfen, Deinen Rhythmus und Deine Geschwindigkeit zu halten, gegebenenfalls auch mit der Zeit zu steigern, wenn Du Deine Leistungen bereits verbessert hast. Der Wert, auf den Du hierbei achten musst, ist der BPM-Wert (Beats per Minute). Je nach Fitnesslevel eignen sich beispielsweise Songs im Bereich von 110-170 BPM. Du kannst es idealerweise nach und nach ausprobieren und herausfinden, was für Dein Tempo die passende Musik ist.

Die meisten Musikportale und Streamingdienste bieten bereits fertige Playlists für den Fitnessbereich an, aus denen Du auswählen kannst. Die Möglichkeiten reichen von Songs für Anfänger bis hin zu Listen mit Hochleistungs-Beats. Du musst allerdings nicht unbedingt eine Auswahl treffen, die exakt an den Rhythmus Deiner Bewegungsabläufe angepasst ist (synchron). Auch eine rein musikalische Hintergrundmusik (asynchron) ist denkbar. Sie wird von vielen Sportlern häufig für das Aufwärmen oder nach dem Training beim Abkühlen eingesetzt. Wenn Du unterwegs Sport machst, ist häufig ein Kopfhörer sinnvoll. Ob Du einen professionellen Sport-Kopfhörer (mit Bügel, In-Ear oder On-Ear) nutzt, kommt auf Deinen persönlichen Geschmack an. Ausprobieren ist hier die Devise. 

Kleiner Exkurs in die Musiklehre

Neben den Beats per Minute (BPM), den Taktschlägen pro Minute, die Dir die Geschwindigkeit Deiner Songs angeben, spielt auch für manche Sportarten der sogenannte Musikbogen eine Rolle. Er besteht aus viermal acht Takten, die als Zyklen oder Phrasen bezeichnet werden. Somit setzt sich ein Musikbogen aus insgesamt 32 Beats zusammen. Beim Tanzen oder auch bei Choreografien spielt das eine Rolle, aber auch für Fitnessgruppen, die sich nach der Musik bewegen. Hier werden Bewegungsabfolgen, beispielsweise schnelle und langsame Kniebeugen, mithilfe eines Musikbogens berechnet.

Musik beim Sport – eine Typfrage

Die Frage, welche Musik im Rahmen von Motivation Tipps beim Training sinnvoll ist, um eine Steigerung der Leistung zu erreichen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt auf Deinen individuellen Geschmack an beziehungsweise auf das, was Du mit einer bestimmten Musik verbindest. Die Auswahl sollte:

  • positive Emotionen wecken
  • nach Möglichkeit vertraut sein
  • Dich in jedem Fall motivieren

Dabei spielt auch die Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Ist die Musik zu langsam, wird sich Dein Körper automatisch diesem Rhythmus anpassen, ein Effekt, der vermutlich eher nicht gewünscht ist. Wählst Du hingegen einen zu schnellen Beat, dann bist Du möglicherweise zu früh erschöpft und schaffst zwar ein schnelles, aber eventuell zu kurzes Training.

Ob Du hingegen überhaupt Musik bei Deinem Training einsetzt, ist tatsächlich eine Typfrage. Es gibt Menschen, die auch im sonstigen Alltag nahezu keine Musik hören und nicht viel damit anfangen können. In dem Fall wird die Idee, beim Sport ausgerechnet durch Musik höhere Leistungen zu erzielen, vermutlich auf wenig Gegenliebe stoßen. Es kann allerdings sehr hilfreich sein, es einfach auszuprobieren und sich dabei für Songs zu entscheiden, bei denen keine besonders klangvolle Melodie im Vordergrund steht, sondern in erster Linie rhythmusgebende Beats.

Musik-Genres und Sport

Es ist bekannt, dass Musik vor allem dann leistungssteigernd beim Sport wirken kann, wenn Du sie gerne hörst und sie positive Emotionen bei Dir weckt. Gleichzeitig hat diese Aussage Einschränkungen, denn nicht jedes Genre ist gleich gut geeignet, Dich in Deinem Training zu unterstützen. Die mit den jeweiligen Musikstücken verbundenen Beats und auch Bässe spielen eine entscheidende Rolle. Britische Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Steigerung der Trainingsleistungen umso besser ist, wenn die Sparten bei der Musikauswahl Rock, Pop, Hip-Hop, Techno und Klassik sind. Als eher ungeeignet haben sich die Genres Jazz und Reggae erwiesen.

Bei der Auswahl der Songs kommt es weiterhin nicht darauf an, ob Techno oder Klassik bevorzugt wird. Deine Herzfrequenz muss durch die Playlist unterstützt werden. Auch hier wird ein individuelles Ausprobieren empfohlen, da der Trainingszustand eines Menschen wesentlich von Alter und Kondition abhängt. Bei schnellen Workouts ist Musik sinnvoll, die eher zügig ist und den Puls bei gleichmäßigen 120 bis 140 Schlägen hält. Beim Aufwärmen und Abkühlen hingegen darf es dann langsamer sein, um den Puls wieder in normale Gefilde zu lenken.

Insgesamt ist es wichtig, dass Du bei der Auswahl Deiner musikalischen Playlist immer auf Deinen Körper hörst. Achte nach dem Training darauf, wie es Dir geht. Trainiere regelmäßig, aber nicht zu viel. Passe nach und nach bei Bedarf die Playlist Deinem veränderten Leistungsstand an. Probiere aus, was Dir persönlich am meisten bringt und wovon Du auch langfristig profitierst.

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