Warum weißer Zucker schlecht für dich ist!

Es gibt deutlich bessere Alternativen
Warum weisser Zucker schlecht für dich ist

Weißer Zucker, er sieht so rein und unschuldig aus in seinem Rohzustand und gehört trotzdem zu den ungesündesten Lebensmitteln überhaupt. Vor der Industrialisierung war weißer Zucker fast so kostbar wie Gold und Edelsteine, weil seine Gewinnung und Aufbereitung so aufwändig war. Schade eigentlich, dass weißer Zucker heute ein Niedrigpreisprodukt geworden ist, welches zudem in so gut wie allen Lebensmitteln enthalten ist.

Warum weißer Zucker schlecht für dich ist!

Wären süße Naschereien genau wie früher ein Luxus-Lebensmittel, würden viele Menschen vermutlich ein gesünderes und möglicherweise auch längeres Leben führen. Das Problem: Wenn er verarbeitet ist, ist Zucker so gut wie unsichtbar und leider kannst du dich in diesem Fall nicht einmal auf deine Geschmacksnerven verlassen, denn auch zahlreiche Lebensmittel, die überhaupt nicht süß schmecken enthalten Zucker oder andere Inhaltsstoffe, die ein ähnliches Chaos verursachen, sobald sie im Blut angekommen sind.

Weißer Zucker bringt dein Blut in Wallung und versetzt deinen Körper in Alarmbereitschaft

Weißer Zucker ist ein Industrieprodukt und wird hauptsächlich aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnen. Deutschland gehört zu den führenden Zuckerproduzenten, bezieht die dafür notwendigen Rohstoffe aber aus Ländern wie China, Brasilien und Indien. Der bei uns am häufigsten verkaufte ist der weiße Haushaltszucker („raffineriert“). So weit, so gewöhnlich.
Aber was passiert, wenn du größere Mengen Einfachzucker zu dir nimmst? Weißer Zucker gelangt schnell ins Blut und dann geht es rund. Der Insulinspiegel steigt an und du fühlst dich zunächst zufrieden und wohl in deiner Haut. Insulin ist ein Hormon, welches dafür sorgt, dass der Zuckergehalt im Blut wieder sinkt, indem dieser an die Zellen verteilt wird. Diese gewinnen daraus Energie. Das Problem besteht darin, dass der Insulinsspiegel anschließend genauso schnell wieder sinkt wie er angestiegen ist. Dein „Zuckerrausch“ ist schon wieder vorbei, aber dein Körper verlangt nach mehr. Also nimmst du wieder Zucker zu dir, das Spiel geht von vorne los. Das Ganze wäre nicht so schlimm, wenn er sich in deinem Körper in Luft auflösen würde. Tut er aber nicht. Deine Zellen produzieren mehr Energie als sie verwerten können und beginnen, Fett einzulagern. Und du? Du merkst davon zunächst nichts – bis du auf die Waage steigst. Abgesehen davon: Sucht ist immer ein Problem, weil sie dafür sorgt, dass du dich fremdbestimmen lässt. Aber neben Übergewicht wird auch noch die Kariesbildung unterstützt. Ausserdem ist der „süße Feind“ oft verantwortlich für Magenprobleme und lässt dich müde und antriebslos werden.

Auch im Ketchup? Leider ja…

Nun ist es leider nicht damit getan, keinen weißen Zucker mehr zu essen und die geliebten Gummibärchen wegzulassen. Er steckt nämlich auch in vielen anderen Lebensmitteln, die vermeintlich sogar gesund sind wie beispielweise in Joghurt, Tomatenketchup, Müsli und Cornflakes oder in Fertiggerichten. Davon abgesehen haben Kohlenhydrate leider häufig einen ähnlichen Effekt wie Zucker. Wenn du weißes Brot isst, steigt dein Insulinspiegel nämlich auch an, weil darin Kohlenhydrate enthalten sind, die dein Körper ebenfalls in Zucker umwandelt. Der Effekt: Schon kurze Zeit nach deiner letzten Mahlzeit fühlst du dich wieder hungrig und du greifst vielleicht in die Chipstüte oder bestellst dir eine Pizza. Wenn wenig Zeit zwischen den einzelnen Mahlzeiten vergeht hat der Blutzuckerspiegel keine Chance sich zu stabilisieren. Daher macht es Sinn, nicht zu viele Zwischenmahlzeiten zu dir zu nehmen. Vermutlich wird dir das auch helfen, im Alltag weniger träge zu sein und mehr Energie zu entwickeln. Weißer Zucker hat nachweislich auch negative Auswirkungen auf das Immunsystem und trägt nicht dazu bei, dass wir uns gerne und viel bewegen.

Nur wenige Angaben zu den Inhaltsstoffen auf der Verpackung? Sehr gut!

Aber wie lässt sich dieser Teufelskreis nun nachhaltig durchbrechen? Die Antwort ist eigentlich einfach: Bevorzuge Lebensmittel, die wenig verarbeitet sind, also zum Beispiel Obst, Gemüse, Naturjoghurt und mageres Fleisch. Je weniger Zutaten auf den Listen mit den Inhaltsstoffen einzelner Produkte genannt werden, desto besser. Manchmal ist Zucker als solcher nämlich nicht aufgeführt, das bedeutet aber nicht automatisch, dass keiner enthalten ist. Ein weiterer Tipp: Versuche so häufig wie möglich selbst zu kochen und bevorzuge dabei Vollkornprodukte. Die halten deinen Blutzuckerspiegel länger konstant. Auch Naschen ist erlaubt, aber in Maßen. Versuche beispielweise, auf dunkle Schokolade auszuweichen. Diese enthält einen höheren Kakaoanteil als Vollmilchschokolade, dafür ist weniger weißer Zucker darin verarbeitet worden. Um die Sucht zu besiegen, ist gerade am Anfang etwas Disziplin notwendig. Um dich selbst zu überlisten, kaufst du am besten erst gar keine Süßigkeiten mehr ein – denn was nicht in deinem Einkaufswagen landet, wird kurze Zeit später auch nicht verzehrt. Noch ein Tipp: Achte darauf viel zu trinken. Gerade mit warmen, ungesüßten Getränken wie Pfefferminztee lässt sich die Lust auf das weisse Gift schnell und effektiv vertreiben.

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