Typisches Beispiel für gesüßte GetränkeGeöffnete Dose Energy Drink

Gesüßte Getränke als Durstlöscher?

Gesüßte Getränke belagern die Regale in den Supermärkten. Unterschiedliche Hersteller bieten eine umfangreiche Auswahl an Softdrinks, Limonaden, Schorlen, Energydrinks und vielen weiteren Getränken an. Warum gesüßte Getränke nicht als Durstlöscher geeignet sind und wie wichtig eine gesunde Flüssigkeitszufuhr für den Körper ist, erfährst Du hier.

Gesüßte Getränke: Welche gehören dazu?

Auf den Flaschen verschiedener Getränke finden sich die unterschiedlichsten Begriffe in der Zutatenliste. Von den ganz normal mit Zucker gesüßten Getränken abgesehen, erfahren „zuckerfrei“, „null Kalorien“ und viele weitere Variationen der Begrifflichkeiten wie „Zero“ und „light“ eine immer größere Beliebtheit. Nicht immer ist auf die Schnelle zu erkennen, was in der Zutatenliste enthalten ist. Man muss genau hinschauen und etwas suchen. Oft ist die Schrift auch sehr klein gewählt, der Grund dafür scheint einleuchtend zu sein. Ebenso wird auch nicht immer direkt von „Zucker“ gesprochen, sondern manchmal lassen sich folgende Begriffe in den Zutaten finden:

  • Dextrose
  • Maltose/Malzextrakt/Gerstenmalzextrakt
  • Glukose
  • Fruktosesirup/Fruktose-Glukose-Sirup
  • Laktose
  • Invertzuckersirup
  • Süßmolkenpulver
  • Saccharose
  • Glukosesirup, Glukose-Fructose-Sirup

Auch Süßstoffe werden selten als „Süßstoff“ in einer Zutatenliste benannt. In Light-Getränken finden Süßstoffe häufig Anwendung, da sie keine Kalorien haben. Wer auf Süßstoffe verzichten möchte, sollte folgende Begriffe kennen:

  • Aspartam
  • Acesulfam K
  • Stevioglycoside
  • Neotam
  • Aspartam-Acesulfam-Salz
  • Advantam
  • Saccharin
  • Sucralose
  • Thaumatin
  • Neohesperidin

Darüber hinaus gibt es weitere Zuckeraustauschstoffe. Sie haben weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und werden insulinunabhängig vom Körper verstoffwechselt. Zu Zuckeraustauschstoffen zählen:

  • Sorbit
  • Mannit
  • Maltet
  • Lactit
  • Erythrit
  • Polyglycitolsirup
  • Isomalt
  • Xylit
Gesüßte Getränke: Verschiedene aufgereihte Dosen

Alle genannten Stoffe lassen Getränke süß schmecken. Als Verbraucher ist es für einen bewussten Konsum wichtig, diese Begriffe zu kennen und die Zutaten als Süßungsmittel einordnen zu können.

In welchen Getränken werden Süßungsmittel und Zucker eingesetzt?

Süßungsmittel und Zucker finden in vielen Getränken Anwendung. Zu den beliebtesten gesüßten Getränken zählen:

  • Limonaden/Softdrinks
  • Energydrinks
  • Schorle
  • Joghurtgetränke
  • Kaffeegetränke

Warum sind gesüßte Getränke nicht als Durstlöscher geeignet?

Gesüßte Getränke lösen anders als feste Nahrungsmittel kein Sättigungsgefühl aus, obwohl sie kalorienlastig sind. Wenn Du Deinen Durst mit gesüßten Getränken löschst, kannst Du also in kürzester Zeit eine große Menge Kalorien zu Dir nehmen, ohne dabei satt zu werden.
Aber auch bei dem Konsum von light Getränken ist auf die gesundheitlichen Auswirkungen zu achten.

So kann der Konsum von light Getränken biochemische Prozesse im Körper auslösen, die ihn anfälliger für Übergewicht machen. Der Körper bekommt beim Trinken des light Getränks durch die Süße das Signal, dass gleich Zucker kommt. Er schüttet dann Insulin aus, damit Glucose in die Zellen transportiert werden kann. Aus diesem Prozess resultiert ein Hungergefühl. So ist das eigentliche Produkt zwar zuckerfrei, regt den Körper aber dennoch dazu an, Insulin auszuschütten.

Gesüßte Getränke: Gibt es Alternativen?

Es sprechen viele Gründe dagegen, gesüßte Getränke als Durstlöscher einzusetzen. Dennoch mögen viele Menschen Getränke mit Geschmack lieber, als einfach nur Wasser. So trinken viele Personen über den Tag mehr, wenn sie den Geschmack des Getränks mögen. Es gibt aber durchaus einige Alternativen zu gesüßten Getränken.

  • Ungezuckerte Tees: Ungezuckerte Tees wie Früchtetee oder Kräutertee eignen sich hervorragend als leckerer Durstlöscher. Mit Eiswürfeln lassen sie sich im Sommer schnell zu einem Eistee verwandeln. Besonders geeignet dafür sind: Fencheltee, Kamillentee, Rooibostee und Pfefferminztee. Auch ein frischer Aufguss von Ingwerknollen mit Zitronenscheiben oder Minze ergibt ein tolles aromatisches Getränk.
  • Infused Water: Als Infused Water bezeichnet man Wasser, welches auf natürliche Art und Weise mit Geschmack versetzt wird. Dazu eignen sich Kräuter und Früchte, welche mit Leitungs- oder Mineralwasser über Nacht versetzt werden. Für Infused Water sind folgende Zutaten besonders beliebt: Gurke, Minze, Zitrone, Beeren und Ingwer.
  • Saftschorle (Verhältnis 1 Teil Saft, 3 Teile Wasser): Der Klassiker unter den Alternativen zu gesüßten Getränken ist die Saftschorle. Bei der Saftauswahl sollte darauf geachtet werden, dass es sich zu 100 % um Saft handelt und keine Zuckerzusätze enthalten sind wie beispielsweise bei Fruchtnektar.

Welche Empfehlung gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu Durstlöschern?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bezieht klare Stellung in Bezug darauf, gesüßte Getränke als Durstlöscher einzusetzen. Empfohlen wird der Konsum von Trink- oder Mineralwasser sowie ungesüßten Früchte- und Kräutertees. Auch Saftschorlen im Mischverhältnis von 1 Teil Saft und 3 Teilen Wasser seien laut DGE ein akzeptabler Durstlöscher, da sie Vitamine und Mineralstoffe liefern.

Als nicht empfehlenswerte Durstlöscher beschreibt die DGE gesüßte Getränke wie z. B. Fruchtsaftgetränke, Nektar, Limonade, Eistees, gesüßte Kaffeegetränke und Bubble Tea. Sie enthalten viele Kalorien und können zu Übergewicht beitragen. Erwachsene sowie Kinder erfahren durch die gesüßten Getränke keinen Sättigungseffekt, womit durch einen hohen Konsum dieser Getränke als Durstlöscher sowohl Adipositas als auch Diabetes zu einer möglichen Folge werden können.

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Warum ist die Flüssigkeitszufuhr für Menschen und insbesondere Sportler wichtig?

Die Flüssigkeitszufuhr ist für den Körper überlebenswichtig. Alle Organe brauchen Wasser und auch der Stoffwechsel ist auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit angewiesen. Je nach Alter und Lebenssituation (beispielsweise, ob jemand stillt oder schwanger ist) sollen laut DGE über den Tag etwa 1,5 Liter getrunken werden.

Im Sommer ist es heiß und Du schwitzt mehr. An besonders warmen Tagen empfiehlt die DGE etwa 3 Liter zu trinken. Das Gleiche gilt für Sportler. Beim Sport verliert der Körper durch das Schwitzen Flüssigkeit. Je nach Intensität des Workouts muss der Flüssigkeitsverlust durch das Trinken wieder ausgeglichen werden.

Wie wirkt sich eine zu niedrige Flüssigkeitszufuhr auf den Körper aus?

Wenn Du zu wenig trinkst, dehydriert Dein Körper. Die Folgen einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr sind unterschiedlich. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass eine Dehydration dazu führt, dass die körperlichen Funktionen eingeschränkt werden. Es kann Müdigkeit auftreten und die Konzentrationsfähigkeit abnehmen. Wer länger das Durstgefühl ignoriert, bekommt deutlichere Signale vom Körper. Zunächst wird das Durstgefühl immer stärker. Anschließend trocknet der Mund aus und es kann zu Kopfschmerzen und Verwirrtheit kommen. Allgemein lässt sich also sagen, dass Du immer Deine Flüssigkeitszufuhr im Blick behalten solltest. Bei älteren Menschen und Kindern ist es wichtig, sie regelmäßig an das Trinken zu erinnern, da sie ihr Durstgefühl teilweise nicht so stark wahrnehmen.

Wie behält man die Flüssigkeitszufuhr im Blick?

Um die Flüssigkeitszufuhr im Blick zu behalten, gibt es mehrere hilfreiche Wege:

  • Durstgefühl: Das erste Indiz dafür, ob die Flüssigkeitszufuhr ausreichend ist, stellt das Durstgefühl dar. Darauf kannst Du Dich immer verlassen. Versuche am Tag mehrfach innezuhalten und Deine Bedürfnisse wahrzunehmen.
  • Getränk: Finde das passende Getränk. Meist ist es leichter an das Trinken zu denken, wenn das Getränk lecker schmeckt. Du magst kein Leitungswasser? Vielleicht überzeugt Dich ja Mineralwasser mit Zitronensaft oder ein Fencheltee mit ein bisschen Apfelsaft. – Apps: Wer am Tag nur selten daran denkt zu trinken, kann sich mit Apps Abhilfe schaffen.
  • Apps von unterschiedlichen Anbietern erinnern auf dem Smartphone an das Trinken. Wenn Du stets eine Trinkflasche mit Wasser dabei hast, bist Du bei jeder Erinnerung Deines Handys optimal auf das Trinken vorbereitet.
  • Mahlzeiten: Durch die Gewohnheit, zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken, lässt sich ein Großteil des Flüssigkeitsbedarfs decken.

Quellen:

https://www.dge.de/presse/pm/nicht-nur-im-sommer-am-besten-wasser-trinken/

https://www.dge.de/uploads/media/DGE-Pressemeldung-aktuell-05-2012-Trinken-Sommer.pdf

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