´Heißhunger vermeiden

Heißhunger vermeiden ist möglich – denn richtiges Abnehmen funktioniert stets über das eigene Bewusstsein. Gut essen, Fressattacken vermeiden und trotzdem das eigene Wohlfühlgewicht haben – ist das überhaupt möglich? Es klingt ziemlich paradox, ist es aber nicht. Aber was verbirgt sich hinter dem abenteuerlichen Slogan „Heißhunger vermeiden“?

Heißhunger vermeiden: Tipps für den Alltag

Der Genuss und das Bewusstsein gehören zusammen: Immer wenn Du Deine Aufmerksamkeit auf das Hier-und-Jetzt lenkst, bist Du ganz bewusst. Beißt Du beispielsweise voller Genuss in einen Riegel Nugatschokolade, die Dir anschließend auf Deiner Zunge zergeht, erlebst Du ganz genießerisch das Hier-und-Jetzt – einen schönen Augenblick. Die Schokolade und ihr wunderbarer Geschmack auf Deiner Zunge ist das, was momentan zählt.

Aber meist sieht die Wirklichkeit anders aus. Oft endet die Lust auf etwas Süßes oder nach etwas Herzhaftem in regelrechter Völlerei; und wer kennt die Fressattacken nicht mit der Gier auf Schokolade oder Steaks, die Dich und mich immer wieder heimsuchen? Wie kann man Heißhunger vermeiden? Was passiert gerade dann mit uns und unserem Organismus?

Heißhunger vermeiden bedeutet auch Unterzuckerung vermeiden

Unterzuckerung des Blutes wird auch Hypoglykämie genannt und sie ist das Pendant zu Diabetes. Dabei ist die „Zuckerkrankheit“ Diabetes in Deutschland allzu oft eine Erkrankung, die unentdeckt bleibt. Erschöpfung, Nervosität, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Rheuma, Krämpfe in den Beinen, Arthritis, Störungen der Schilddrüsenfunktion und Heißhunger-Attacken sind für eine Diabetes symptomatisch.

Aber was ist denn nun eine Unterzuckerung? Wenn wir eine stärke- und zuckerreiche Mahlzeit zu uns nehmen, gibt unser Gehirn an die Bauchspeicheldrüse das Signal: „Gleich Insulin produzieren und in die Bahn des Blutes abgeben“! Denn der erhöhte Blutzuckerspiegel soll bald wieder auf seinen Normalwert herunter gefahren werden.

Die arme Bauchspeicheldrüse ist aber allzu oft irritiert: Über lange Zeit haben wir uns falsche Essgewohnheiten angeeignet: Wir essen zu süß, zu scharf, zu viel und zu unbewusst. Im Lauf der Zeit veränderte sich auch die natürliche Einstellung der Bauchspeicheldrüse. Der Blutzuckerspiegel wird zu schnell abgebaut und leider sinkt er viel zu oft unter den Normalwert. Diese Hypoglykämie ist dann in der Lage, die vorher aufgeführten Symptome auszulösen.

Total gestresst

Das Auf und Ab des Blutzuckerspiegels führt zur Totalüberlastung der Bauchspeicheldrüse – nicht selten muss sie eines Tages kapitulieren. Im ständigen Ansteigen und Abfallen des Blutzuckerspiegels kommt den Nebennieren eine besondere Bedeutung zu: Fällt der Blutzuckerspiegel im Blut bedenklich ab, schütten die Nebennieren Hormone, die sogenannten Adrenaline, aus. Dadurch soll in den Muskelzellen und in der Leber gespeichertes Glykogen fix in die Blutbahn abgegeben werden.

Die aktivierten Hormone der Bauchspeicheldrüse generieren Stresszustände, wieder können die bekannten Symptome wie Nervosität oder Erschöpfung auftreten. Mittlerweile befinden sich alle Hormondrüsen im dauerhaften Erregungszustand – deshalb trägt die Hypoglykämie auch den Namen „Stresskrankheit“.

Folglich hängt Deine Entscheidung, ob Du den Heißhunger vermeiden oder der Heißhunger-Attacke nachgeben willst, zuallererst von Deinen Hormonen ab. Sie sind es, die darüber entscheiden, ob Du Hunger hast und zu welchem Zeitpunkt – ob Dich fiese Fressattacken plagen oder ob Du die Heißhunger vermeiden und ausgeglichen jeden Happen genießen kannst.

Die Hormone steuern auch, worauf Du Appetit bekommst, was Du widerlich findest und was Dich anturnt. Ob Du Gummibärchen und Schokolade unwiderstehlich findest oder Nudeln in fetter Sahnesoße, oder ob Du Dich eher zu frischem Obst und knackigen Salaten hingezogen fühlst, liegt voll in der Hand deiner Hormone. Denn sie haben den Einfluss auf das Sättigungszentrum in Deinem Gehirn.

Total glücklich

So tummelt sich das Hormon Serotonin vermehrt in der Blutbahn glücklicher Menschen. Während diese Zeitgenossen auf „Wolke 7“ durch den Tag schweben, haben sie kaum Hunger. Wahrscheinlich hattest Du auch schon „Schmetterlinge im Bauch“. Dann signalisiert Deine Hormonsteuerzentrale Hypothalamus: „Alles klar, ich bin satt und glücklich!“

Das manchmal riesige Verlangen nach Chips und Schokolade, nach Pizza und Burger ist demnach eine von unserer Seele ausgesandte Botschaft, wenn Stress, Langeweile, Traurigkeit und Frust in unserem Leben überhandnehmen. Deine Seele will so gern getröstet werden und schreit: „Gib mir Schokolade zum Lohn, damit es mir wieder gut geht!“
So führt seelischer Dauerstress unweigerlich zu vielen Stimmungstiefs und unsere Hormonproduktion wird andauernd gefordert. Immer wieder beginnt ein neuer Teufelskreis mit einer Fressattacke. Dabei willst Du doch Heißhunger vermeiden …

Total logisch

Heißhunger-Attacken sind Herausforderungen, mit denen ein gesunder Organismus umgehen kann. Aber ist die Bauchspeicheldrüse erst einmal angegriffen, gibt es Probleme. Sie reguliert über die Insulinproduktion den Zuckerstoffwechsel. In Zusammenwirken mit dem Dickdarm kann es zu Zuckerunverträglichkeiten kommen, weil die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr bereitstellen kann. Der Wert steigt an und Zucker lagert sich in den Nieren ab – ein Diabetes mellitus entsteht.
Die Lösung dagegen führt strikt über Dein Bewusstsein – vom Kopf zum Herzen, vom Herzen zum Bewusstsein und von da zu Deinem Wohlfühlgewicht.

Total entspannt

Harmonie ist also das Zauberwort. Je bewusster, entspannter und zufriedener Du bist, desto eher kommt Dein gesamter Organismus ins Gleichgewicht.
Wenn Du es nur schwer selbst schaffst, helfen verschiedene oft einfache und spielerische Methoden, zu Deiner Gelassenheit zurückzukehren – und Fressattacken haben keine Chance.

Weitere interessante Beiträge zu diesem Thema findest du hier im Blog in der Rubrik Ernährung

 

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