Einzelnes Stück der Mandarine vor schwarzem Hintergrund

Die Mandarine: ein echter Schlankmacher

Die Mandarine: klein, süß und ein echtes kleines Kraftpaket. Das ist eine treffende Kurzbeschreibung für den Hauptdarsteller dieses Beitrags. Es ist wohl davon auszugehen, dass jede(r) Leser*in dieses süße Früchtchen kennt und auch schon einmal gegessen hat. Was aber viele nicht wissen: Die Mandarine hat im Jahreskalender der Gedenktage ihren eigenen Platz erhalten.

Jede Jahreszeit bringt logischerweise ihre eigenen Obstsorten mit sich. So ist die Erdbeere, der Pfirsich oder die Melone für die meisten von uns eher als Sommerfrucht bekannt. Die Mandarine hingegen ist als typische Winterfrucht, oder sogar als Weihnachtsfrucht bekannt. Warum dies so ist und was diese tolle Frucht sonst noch zu bieten hat, erfahren wir in diesem Beitrag.

Die Mandarine: ein echt süßes Früchtchen!

Die Mandarine kann man in die Kategorie der Rautengewächse einordnen. Bis zu fünf Meter groß können diese Bäume werden und deren Zweige sind mit kleinen Dornen und weißen Blüten besetzt. Die Früchte haben einen Durchmesser zwischen fünf bis zehn Zentimeter und besitzen eine orangefarbene Schale und eine gelboranges Frucht. Die einzelnen Stücke des Fruchtfleisches sind nach dem Schälen ganz leicht voneinander zu lösen.

In Europa gehört diese Zitrusfrucht in den Wintermonaten zu den absoluten Favoriten unter den Obstsorten. Die Mandarine, auch Citrus reticulata genannt, ist die ideale Zwischenmahlzeit für figurbewusste Genießer*innen. Man geht davon aus, dass sie ihre Wurzeln in China hat. Zumindest wurde sie dort in alten Schriften erstmals erwähnt. Demnach müsste sie schon mehr als dreitausend Jahre alt sein.

Andere Studien wiederum besagen, dass sie auch in Indien zu dieser Zeit schon bekannt war. Durch die unglaublich vielen Varianten dieser Frucht ist es aber sehr schwer, dies im Nachhinein zweifellos zu belegen. Selbst in der Forschung ist man zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Die Botaniker verweisen auch immer wieder darauf, dass die Mandarine eigentlich eine besondere Klasse der Orange sei.

In Europa wurde diese Frucht erstmals 1802 importiert. Damals lautete Ihr Name „Mandarin Orange“. Vom Namen her sollten die Ursprünge also tatsächlich in China zu suchen sein. Und auch heute noch ist China das Land, dass die meisten Mandarinen weltweit produziert. Aber auch in anderen Ländern, wie beispielsweise im Mittelmeerraum oder in Südamerika ist diese Obstsorte stark präsent. Geerntet wird normalerweise im Herbst, was auch der Grund dafür ist, dass sie vor allem in den Wintermonaten im Handel zu finden ist und dadurch vor allem in dieser Zeit gegessen wird. Getreu dem Motto: Was verfügbar ist, wird verkauft und vom Verbraucher auch gegessen.

Ihre Reifezeit am Baum beträgt mehrere Monate. Ist die Frucht einmal geerntet, reift sie nicht mehr nach. Geerntet werden sie auf der Welt zwischen November und März. Bei den in Europa angebauten Früchten ist die Erntezeit normalerweise zwischen November und Januar. Sind die Früchte reif, müssen sie im Gegensatz zu Orangen schnell geerntet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie sehr schnell verderben.

Wie gesund ist eine Mandarine?

mandarine weisser hintergrund


Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen sind bekannt für ihren hohen Vitamin C Gehalt. Obwohl die Mandarine ebenfalls ein guter Vitamin Lieferant ist, so ist der Vitamin C Gehalt aber deutlich niedriger als bei den anderen verwandten Zitrusfrüchten. Dafür ist der Anteil an Provitamin A (Carotin) sehr hoch. Die Mandarine glänzt durch weitere Pluspunkte: Sie ist gut portionierbar und sehr leicht zu schälen. Die Schale lässt sich meistens hervorragend und schnell lösen. Der Geschmack ist im Gegensatz zur Grapefruit, Orange und Zitrone meistens viel süßer. Eine wahre Gaumenfreude.

Den Begriff Clementinen haben wir auch schon alle einmal gehört. Wo liegt aber der Unterschied zwischen einer Clementine und einer Mandarine? Nun, in der Mandarine finden wir häufig sehr viele Kerne. Die Clementine enthält meistens keine Kerne. Die Schale der Clementine ist darüber hinaus um einiges dicker und bewirkt somit eine geringere Empfindlichkeit gegen Witterung und mechanische Einflüsse von außen. Dagegen ist die Mandarine meistens schmackhafter und glänzt durch ihr Aroma. Dennoch wird sie immer seltener von den Obstproduzenten angebaut, da die Kundenwünsche berücksichtigt werden müssen. Und einer dieser Wünsche ist der Kauf von kernlosem Obst.

Die Zitrusfrüchte besitzen alle eine gewisse Anatomie. Die äußerste Schicht, also das, was wir als Oberfläche der Schale sehen, nennt man Exokarp. Es folgt die weiße Schicht, die man, wie schon erwähnt, Mesokarp nennt. Das leckere Fruchtfleisch heißt Endokarp. In der Mitte der Frucht liegt dann die Columella.

Warum gilt die Mandarine als Schlankmacher? Es liegt an einem bestimmten Stoff, der in ihr enthalten ist. Es ist Nobiletin. Das ist ein Pflanzenstoff, dem nicht nur die Wirkung zugesprochen wird, die Fettansammlung in der Leber zu hemmen, sondern als Turbo die Fettverbrennung anzukurbeln. Den höchsten Anteil dieses Stoffes findet man übrigens direkt unter der Schale in der weißen Zwischenhaut. (Mesokarp). Also, ruhig mal häufiger die weiße Haut mitessen.

Gibt es auch Negatives von der Mandarine zu berichten? Wenn, dann nur sehr wenig! Die Verwendung von Insektiziden beim Anbau von Zitrusfrüchten wirkt nicht gerade positiv auf unseren Körper. Vor allem Chlorpyrifos, welches sich oft als Rückstand auf Zitrusfrüchten befand, war sehr umstritten. Dieses Insektizid ist aber mittlerweile in Europa verboten.

Nährwerte der Mandarine

mandarine halbiert

Zitrusfrüchte sind im Allgemeinen gute Vitamin C Lieferanten. Wir haben es also mit echten Vitamin C Bomben zu tun. Besonders Apfelsinen, Grapefruits oder Zitronen stechen hervor. Die Mandarine fällt dagegen etwas zurück. Vitamin C ist vor allem in der Winterzeit besonders wichtig für uns. Es stärkt das Immunsystem und kann bei der Vorbeugung vor Erkältungen, Schnupfen und grippalen Infekten unterstützend wirken. Daneben enthalten Zitrusfrüchte viele weitere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

  • Kalzium festigt Knochen und Zähne. Das Kalzium wird durch den hohen Fruchtsäureanteil besonders gut vom Körper aufgenommen
  • Eisen ist bei der Aufnahme und Speicherung von Sauerstoff und bei der Blutbildung unverzichtbar.
  • Natrium verliert der Körper mit dem Schweiß und mit dem Urin. Natrium hilft beim Gleichgewicht der Flüssigkeiten im Körper.
  • Vitamin A ist besonders am Wachstum und der Bildung von Zellen beteiligt. Aber auch für die Fortpflanzung und die Augen ist Vitamin A wichtig. Als sogenanntes Antioxidans wirkt es auch gegen Radikale und schützt somit die Zellen.
  • Vitamin C sorgt für ein funktionierendes Immunsystem und schützt zudem die Zellen vor freien Radikalen. Es kann Müdigkeit vermindern und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Eisenaufnahme im Körper aus.

Kleine Nährwerttabelle

Brennwert 185 Kilojoule / 44 Kalorien
Wasser70g
Eiweiß1,5g
Fett0,2g
Kohlenhydrate25g
Ballaststoffe2,3g
Kalzium 161mg
Eisen0,8mg
Natrium3mg
Vitamin A42mg
Vitamin C136mg
Durchschnittle Nährwerte von Mandarinen je 100g

Kunterbunte Welt der Mandarine

mandarinenstuecke

Und welche Rolle spielt nun Weihnachten? Ganz klar: Mandarinen und Apfelsinen gehören auf jeden Weihnachtsteller. Woher kommt dieser Brauch? Das liegt vor allem natürlich an der Verfügbarkeit. Die Ernte in Europa startet zumeist im November und zieht sich bis in den Januar hinein. Zudem waren diese Früchte früher für den Normalbürger nicht wirklich erschwinglich. Sie wurden also vor allem zu besonderen Anlässen gekauft. Und da passte Weihnachten perfekt. Das Aroma von Mandarinen ist sehr intensiv und sehr süß und das passt dann auch irgendwie ganz toll in das weihnachtliche Ambiente.

Menschen mit Darmerkrankungen sollten beim Verzehr von Zitrusfrüchten aber vorsichtig sein. Der hohe Säureanteil in der Frucht kann zu Problemen führen. Bei Fruktoseintoleranz ist ebenfalls Vorsicht geboten. Obwohl der Fruchtzuckeranteil im Gegensatz zur Orange sehr gering ist, sollte man den Verzehr begrenzen.

Dürfen Diabetiker Mandarinen essen? Ja, auch Diabetiker können und sollen Obst essen. Dies zumindest ist die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. Sie empfiehlt zwei Portionen Obst pro Tag. Ein Apfel entspricht beispielsweise einer Portion. Die Mandarine hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Obstsorten recht wenig Fruchtzucker enthält.

Für Mandarinen gelten strenge Handelsnormen, die permanent geprüft werden. So gibt es Normen für Größe, Farbe und Saftanteil. Ebenso gelten bei der Vergabe der Qualitätsklassen strenge Spezifikationen. Um zur Klasse I zugeordnet zu werden, müssen Färbung und Form stimmen. In der Klasse II dürfen dann kleinere optische Mängel hinzukommen.

Für alle, die gerne süße Dinge essen, aber gleichzeitig Wert auf eine hochwertige Ernährung legen, führt kein Weg an der Mandarine vorbei. Der 4. Januar ist ein ganz besonderer Tag. Genau dann wird nämlich diese sehr süße Frucht gefeiert. Was ist der Grund für die Feierlaune? Diesen Gedenktag gibt es seit 2018 und er wird seitdem immer am 4. Januar gefeiert. Es ist ein Tag, an dem wir einmal mehr motiviert sein sollten, ein paar Mandarinen zusätzlich zu essen, als wir dies an anderen Tagen tun. Dahinter steckt kein Marketing Trick, sondern einfach die Möglichkeit, hochwertige und zugleich zuckersüße Snacks mit wenig Kalorien zu konsumieren.

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