Senioren-Päärchen Hand in Hand

Permanent steigt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland und somit auch unser Alter. Das können wir nicht verhindern und wenn es uns gut geht, ist das eine durchaus positive Entwicklung. Jedes Alter hat seine Vor- und Nachteile und so stellt uns auch das Rentenalter vor neue Herausforderungen, die uns in jungen Jahren nicht begegnet sind.


Auch typische Sprüche wie „Rentner haben Zeit“ oder „Rentner haben nie Zeit“ können so auch nicht stehen bleiben. Sind die Kinder aus dem Haus, dann kommen vielleicht schon die Enkelkinder regelmäßig bei Oma und Opa zu Besuch.Dinge und Arbeiten im und am Haus, die über die Jahre vernachlässigt wurden, warten auf die wohl hoffentlich noch ruhige Rentnerhand.

Es ist ein Irrglaube, dass man als Rentner denkt, es stünde einem unendlich viel Zeit zur Verfügung. Im Senioren Alltag vergeht due Zeit wie im Fluge, zumindest, solange man fit ist. Das Thema Gesundheit sollte demnach hoch oben auf der Agenda stehen, damit der zweite Lebensabschnitt noch recht lange genutzt und genossen werden kann.

Senioren Alltag und der demografische Wandel

Die Zusammensetzung der Erwerbsbevölkerung und die Bevölkerungsstruktur werden sich weltweit in den nächsten Jahrzehnten in den Schwellen- und Industrieländern und natürlich auch in den Entwicklungsländern dramatisch verändern. Für diesen demografischen Wandel sind die sinkenden Geburtenraten und die steigenden Lebenserwartungen verantwortlich.

Aufgrund dieser Tatsache werden viele Gesellschaften spürbar altern. Die Vereinten Nationen (VN) erwarten bis zum Jahr 2050 einen Anteil der über 60-Jährigen auf zwei Milliarden oder rund 21 Prozent an der Weltbevölkerung. In den Entwicklungsländern vollzieht sich der schnellste und größte Anstieg. Zum jetzigen Zeitpunkt leben dort bereits 64 Prozent aller älteren Menschen weltweit.

Die Vereinten Nationen erwarten bis 2050 einen Anstieg auf 80 Prozent. Für Afrika werden das stärkste Bevölkerungswachstum und für Asien der größte Anteil an älteren Menschen prognostiziert.
Sehr wahrscheinlich wächst hier die Gruppe der sehr alten Bevölkerung, über 80 Jahren am schnellsten.

Bis zum Jahre 2050 soll sich die Zahl auf rund 400 Millionen vervierfachen. Gegenwärtig sind rund 700 Millionen Menschen über 60 Jahre alt. Laut der VN ist der Anteil der Frauen in dieser Altersgruppe bereits deutlich höher als der Anteil der Männer. Frauen im Alter sind in vielen Regionen der Welt verstärkt von Armut betroffen.

Weltseniorentag und das Ziel der Vereinten Nationen


Bereits 1990 haben die VN beschlossen am 1. Oktober den internationalen Tag der älteren Menschen zu begehen, um die Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels der Weltöffentlichkeit näherzubringen. Des Weiteren soll dieser Gedenktag den Gewinn und die Leistungen der Älteren zum Ausdruck bringen, was sie letztendlich für die Gesellschaft darstellen und hervorheben.

Dieser Tag ist auch unter dem Namen: „Weltseniorentag“ „Tag der Senioren“ oder „Tag der älteren Generation“ bekannt. Der Gedenktag findet seit dem Jahre 1990 jedes Jahr am 1. Oktober statt. Dabei handelt es sich um einen internationalen Aktionstag, mit dem Ziel auf die Bedürfnisse und Situation der älteren Menschen aufmerksam zu machen. Das betrifft auch die Diskriminierung und Altersarmut, wofür die Gesellschaft sensibilisiert werden soll, um das Verständnis gegenseitig zu verstärken.

Einen weiteren Aktionstag gibt es am 21.8. eines jeden Jahres. Es ist der Tag der Senioren. An diesem Tag gibt es ähnliche weltweite Aktionen, wie am Weltseniorentag. Der Tag der Senioren ist bereits im Jahre 1988 vom damaligen Präsidenten Ronald Reagan ins Leben gerufen. Man kann schon erkennen: Dem Thema Senioren Alltag und dessen Bewältigung wird immer mehr Bedeutung beigemessen.

Wann bezeichnet man einen älteren Menschen als Senior/in?


Befindet sich die Person männlich oder weiblich im Ruhestand oder Rentenalter, bezeichnet man ihn als „Senior“. Der Begriff des Alters ist in den modernen Industriegesellschaften hauptsächlich mit dem Austritt aus dem Berufsleben verbunden und somit in den Eintritt in den Ruhestand.

Stellt sich nun die Frage: Wie kann ich auch das hohe Alter gesund und voller Lebensfreude erleben und genießen? Wie kann man den Senioren Alltag mit Bravour meistern? In jungen Jahren wird die Gesundheit häufig vernachlässigt. Im Alter reagiert der Körper sehr sensibel auf das kleinste Zwickerlein. Daher ist es sehr wichtig auf die Gesundheit zu achten. Medikamente spielen immer mehr eine Rolle. Deren Einnahme auf einem niedrigen Level zu halten sollte immer im Fokus stehen.

Früher war die Musik lauter als die Körpersprache, das ist im Alter anders. Hier gibt es im Körper mit der Zeit doch einige Baustellen, auf die man Acht geben muss. Im Senioren Alltag häufen sich die Alterskrankheiten. Das ist nichts Neues. Ebenso, wie bei einem alten Auto Reparaturen anfallen, steigt auch das Risiko im Alter zu erkranken. Diese Tatsache kann man nicht totschweigen. In den meisten Fällen kannst Du im Alter mit der Situation ganz gut umgehen, Dich vorbereiten und dementsprechend vorsorgen. Was aber genau sind die häufigsten Krankheiten im Alter? Hier eine nicht vollständige Liste.

  • Linsentrübung

  • Osteopenie

  • Alterssichtigkeit

  • Schwerhörigkeit

  • Hormonschwankungen

  • Inkontinenz

  • Depressionen

  • Krebs

  • Lungenentzündung

  • Schlaganfall

  • Demenz

  • Alzheimer

  • Gicht

  • Thrombose

  • Herzinfarkt

  • Rheuma

Hierbei handelt es sich lediglich nur um eine kleine Auswahl an Krankheiten, bei deren Symptome Du gewarnt sein solltest.

Geistig und körperlich abzubauen ist für ältere Menschen absolut schlimm. Die meisten Menschen im Alter fürchten sich vor allem vor einem geistigen Abbau im Senioren Alltag, dass sie die Kinder nicht mehr erkennen und nicht mehr auf der Höhe sind. Damit es dazu nicht kommt, kann nur ein geistiges Training helfen. Gerade für Senioren gibt es viele Möglichkeiten sich geistig fit zu halten. Hilfreich können da Sudoku, Kreuzworträtsel, Gedächtnissport, aber auch regelmäßig ein Buch lesen, sein.

Gesunde Ernährung im Senioren Alltag

Zwei Schalen mit gemischtem frischen Obst

Eine gesunde Ernährung ist auch im Senioren Alltag sehr wichtig. Du tust gut daran im Alter Salz, Zucker und fettige Speisen zu vermeiden. Eine gute Wahl sind komplexe Kohlenhydrate, ebenso wie Gemüse, Obst, gesunde Fette und Fisch.

Im Alter benötigt der Körper andere Nährstoffe in der Zusammensetzung, als in jüngeren Jahren. Soll aber nicht heißen, dass Du nur noch Deine Lebensmittel im Reformhaus kaufen sollst. Wichtig sind sorgsam ausgewählte Nährstoffe. Damit ist der tägliche Besuch des Biergartens, der Döner Bude und anderer Junkfood Lokalitäten tabu. Grundsätzlich solltest Du als Senior weniger Kalorien täglich konsumieren, weil im Alter leider die Muskelmasse abnimmt und der Fettanteil zunimmt.

Es ist bekannt, dass gerade ältere Menschen zu wenig trinken. Das solltest Du vermeiden. Mindestens 1 bis 2 Liter Wasser sollten es schon sein, damit der Körper nicht austrocknet, oder wie man im Fachjargon sagt „dehydriert“.

Am besten sorgst Du schon morgens dafür, dass Du Deine Trinkrationen fertig für den Verzehr vorbereitet und am Start hast. Gewöhne Dir regelmäßige Trinkintervalle an. Bei Hitze viel Trinken ist alternativlos. Bei sehr hohen Temperaturen solltest Du die Flüssigkeitszufuhr also noch einmal deutlich erhöhen.

Im Senioren Alltag solltest Du Hilfe annehmen

Bei vielen Menschen im Alter bleibt es nicht aus, dass der Rücken nicht mehr so will und die Beine Dich auch nicht mehr so richtig tragen wollen. Du merkst, dass Du nicht mehr so agil und fit bist, wie noch vor einigen Jahren. Viele Dinge kannst Du nicht mehr selbst bewerkstelligen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Du Hilfe annehmen solltest.

Es muss nicht immer gleich eine Person zur Stelle sein, die hilfreich unterstützt. Vielfach reichen auch schon Hilfsmittel, die im Alter oder bei einer Behinderung nicht wegzudenken sind. Diese Hilfsmittel gibt es für die unterschiedlichsten Anwendungen in den verschiedensten Ausführungen.
Es gibt Hilfsmittel für

  • Pflege
  • Sensorische Hilfsmittel
  • Sicherheit
  • Mobilität
  • medizinische Hilfsmittel

Benötigst Du „Pflegehilfsmittel“, stehen Dir, je nach Pflegegrad, bestimmte Gelder zu. Speziell für ältere Menschen bieten zahlreiche Unternehmen Dienstleistungen für den Senioren Alltag an. Wenn Du als Senior Unterstützung benötigst, dann lohnt es sich, hier einmal zu schauen. Welche Dienstleister für den Seniorenalltag gibt es? (Neben den unten aufgeführten gibt es auch Dienstleister für ambulante und häusliche Pflege)

  • Alltagsbegleiter

  • Lieferdienste aller Art

  • Rede-Besuchs- und Begleitservice

  • Essen auf Rädern

  • Hilfe im Haushalt

  • Einkaufshilfe

  • Gärtnerhilfskräfte für den Garten

  • Dienstleister für Wohnungsauflösung, Umzug oder andere Dinge.


Die Gefahr, dass man sich im Senioren Alltag zu verletzen, ist immer gegeben. Was aber nicht bedeutet, dass sich damit das Leben erledigt hat. Weit verbreitet ist bei Frauen der Oberschenkelhalsbruch. Ein Bruch, der auch im Alter operativ beseitigt werden kann. Nur dauert die Genesung ein wenig länger, als bei jüngeren Menschen. Wichtig ist im Anschluss die Rehabilitation, welche auf ambulanten, aber auch stationären Weg erfolgen kann.


Die Freizeitgestaltung im Senioren Alltag

Für viele Senioren bedeutet Leben im Alter, mehr Freizeit. Wer auch in jungen Jahren sportlich war, aber nicht immer die nötige Zeit dafür hatte, wird es jetzt nachholen. Zum Beispiel mit Schwimmen, Tennis und Fitness.

Auch Dart oder Skat gehören zu den Freizeitaktivitäten.
Für die Oma kommen meist nur die Enkelkinder infrage. Die eigenen Kinder im besten Alter genießen Ihr Wochenende oder Urlaub, wenn die Kinder bei Oma sind. Aufpassen, kochen und waschen ist ja schließlich auch eine Freizeitbeschäftigung.

Seniorensport und weitere Aktivitäten im hohen Alter

Sport und Bewegung

Warum auch Senioren Sport machen sollten? Weil sich die Muskeln zurückbilden, die Kraft nachlässt manche Bewegungen fallen einem schon schwer. Abhilfe schafft hier der Seniorensport. Das Wichtigste im Alter ist fit zu bleiben. So beugst Du nicht nur Übergewicht vor, sondern vermeidest auch noch viele Altersbeschwerden, wie Diabetes, Arthrose, Inkontinenz und Muskelschwund.

Senioren Alltag - Aktive ältere Menschen beim Sport

Gerade für Senioren bieten sich viele sportliche Möglichkeiten. Angefangen bei Walking, Seniorenyoga, bis hin zu Gymnastik, Beckenbodentraining und vieles mehr. Bedenke, in Japan sind selbst die 80-Jährigen noch täglich sportlich ambitioniert. Im Sportlädchen Shop findest Du eine große Auswahl an Seniorensport Ausrüstung für das Training zu Hause.

Reisen

Auch für Oma und Opa muss das Leben im Alter nicht vor der Haustür enden. Sich die Zeit mit Reisen zu vertreiben, wie zum Beispiel Städtetouren, kann auch im Alter eine tolle Abwechslung sein, denn Altwerden bedeutet ja nicht unbedingt, dass man sich aufgegeben hat.

Eine schöne Kreuzfahrt auf einem Schiff kann das Leben glatt um ein paar Jahre verlängern und tolle Erinnerungen bescheren. Dabei ist die eigentliche Reise nur ein Teil des Ganzen. Die Planung der Reise und die Vorfreude wiegen nicht minder schwer.

Manch einer mag nun das Risiko in den Raum werfen. Richtig, das Risiko ist ein Teil unseres Lebens. Wir sollten jedoch auch erkennen, dass es einen Unterschied zwischen Risiko und Gefahr gibt. Passieren kann immer etwas, aber bei richtiger Vorbereitung kann ich das Risiko auf einem normal moderaten Level halten. Auch zu Hause kann vieles passieren. Dennoch verkriechen wir uns nicht den ganzen Tag in die eigenen vier Wände.

Wohnung

Es gibt einfach nichts, was man im Alter nicht nachholen kann! Mitunter kommt der Ernst des Lebens viel zu früh. In jungen Jahren eine Bekanntschaft und neun Monate später meldet sich der ungewollte Zuwachs an. Alles, was man sich vorgenommen hat, ist Schnee von gestern. Jetzt muss vorrangig Geld verdient werden.

Warum nicht als Senior einiges nachholen, wie zum Beispiel ein Studium. Viele Universitäten bieten spezielle Bildungsmöglichkeiten für Senioren an. In jungen Jahren führte der Weg vielleicht häufig nach Italien. Für einen Sprachkursus reichte die Zeit nie, jetzt aber schon.

Im Alter arbeiten

Noch vor ein paar Jahren gehörte man mit 45 Jahren zum alten Eisen und wer arbeitslos war, bekam kaum noch einen Job in diesem Alter. Die Zeiten haben sich geändert. Schon vor Corona erinnerten sich viele Konzerne an Ihre Rentner, die einmal im Betrieb einen guten Job erledigt haben und stellen jetzt wieder auch Rentner ein.

Zum Teil auf 450 Euro Basis, bis hin zu einer stündlichen Abrechnung, im Bereich gewisser Aushilfstätigkeiten. So hältst Du Dich auch im Alter körperlich und geistig fit. Mit dem zusätzlichen Verdienst wartet dann schon die nächste Kreuzfahrt auf Dich.

Technik und Internet

Als junger Mensch kann sich niemand mehr vorstellen, kein Internet zu besitzen. Sei es auf dem Laptop oder Handy. Internet gehört mittlerweile zum Leben ebenso dazu, wie Wasser für die Blumen. Es hat etwas länger gedauert, aber immer mehr ältere Menschen ab 50 plus interessieren sich für das Internet, oder arbeiten schon damit.

Hier gibt es für Senioren/innen zahlreiche Möglichkeiten sich das World Wide Web zunutze zu machen. So besteht die Möglichkeit selbst online im Internet etwas anzubieten, mit dem man noch ein paar Euro dazuverdient, oder es als Informationsquelle zu nutzen. Bist Du im Alter nicht für das Internet fit, bieten Dir Vereine, Gemeinden, Volkshochschulen oder Lehreinrichtungen Internet/Computerkurse für Senioren an.

Wohnen im Alter

Wer im fortgeschrittenen Alter ein Eigenheim besitzt und eventuell in seinem Haus/Mietwohnung ohne Fahrstuhl Probleme mit der Treppe hat, für den könnte es problematisch werden. Auch wer in seinem Eigenheim nicht mehr ohne Hilfe klarkommt, muss die Option: „altersgerechtes Wohnen“ in Erwägung ziehen. Diese Entscheidung steht vielen älteren Menschen bevor.

Manchmal fällt die Einsicht nicht leicht, denn schließlich haben die alten Leute viele lange Jahre in Ihrem eigenen Haus verbracht.
Häufig ist einer von Beiden auch schon aus dem Leben geschieden. Dennoch solltest Du als Senior die Flinte nicht ins Korn werfen. Wenn es so nicht weitergeht und Du auf Pflegeleistungen angewiesen bist, bietet das „betreute Wohnen“ eine tolle Alternative. Da kann eine barrierefreie Wohnung mit Selbstbestimmung schon eine gute Option sein.

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